Bombendrohung in der Sparkasse Wellensiek an der Wertherstraße ist aufgeklärt worden.  - © Christian Mathiesen
Bombendrohung in der Sparkasse Wellensiek an der Wertherstraße ist aufgeklärt worden.  | © Christian Mathiesen

Dornberg Aufgeklärt: Bombendrohung in der Sparkasse Dornberg kam von einem Kind

Am 5. Oktober war ein Schreiben in der Zweigestelle gefunden worden. Darauf: eine Bombendrohung. Geschrieben hat sie ein minderjähriger Junge, das teilte die Bielefelder Oberstaatsanwaltschaft jetzt mit.

Christine Panhorst
Dennis Rother

Bielefeld. Die Bombendrohung in der Sparkassenfiliale Wellensiek am 5. Oktober kam von einem Kind. Nach Ermittlungen steht jetzt fest: Der Täter ist ein minderjähriger Schüler. Das bestätigte die Oberstaatsanwaltschaft in Bielefeld. Der Junge sei unter 14 Jahre alt und habe ein Geständnis abgelegt, bestätigte Oberstaatsanwalt Udo Vennewald. Zum Schutz der Persönlichkeit könne er keine weiteren Angaben zum Motiv oder zur Person des Jungens machen. Das sei eine sehr senisble Situation, so Vennewald. Bei den  Ermittlungen habe unter anderem auch die Auswertung von Videoaufnahmen aus der Bank eine Rolle gespielt, sagte Polizeisprecherin Kathryn Landwehrmeyer. Fall liegt jetzt beim Jugendamt "Ist ein Minderjähriger beteiligt, wird das Strafverfahren von unserer Seite eingestellt", erklärte der Oberstaatsanwalt. "In solchen Fällen, in denen ein Kind aufgrund seines Alters nicht zur Verantwortung gezogen werden kann, wird im nächsten Schritt das Jugendamt benachrichtigt." Welche Folgemaßnahmen dort für den jugendlichen Täter anstehen, sagte Vennewald nicht. Vor rund einem Monat, am Donnerstag, 5. Oktober, war ein handschriftlicher Zettel auf einem Sparkassen-Schreibpult gefunden worden (die NW berichtete) - darauf eine Bombendrohung. Ein Sparkassen-Mitarbeiter informierte gegen 16.28 Uhr die Polizei, die die Wellensiek-Filliale daraufhin sofort räumte. Die Bank liegt an der Wertherstraße nahe der Einmündung Auf der Egge. Die Wertherstraße wurde teilweise gesperrt, umliegende Gebäude wurden evakuiert. Drohung nannte Detonationszeitpunkt Der unbekannte Verfasser der Bombendrohung hatte laut Polizeisprecherin Kathryn Landwehrmeyer eine bestimmte Uhrzeit angekündigt, zu der das Haus gesprengt werden würde. Die Beamten warteten den mutmaßlichen Detonationszeitpunkt ab. Es geschah jedoch nichts. Etwa 20 Minuten später durchsuchte die Polizei die Räume. Sie fand damals jedoch nichts Verdächtiges.

realisiert durch evolver group