In Dornberg nahe der Universität fand Christine Wilkens-Weiß jüngst diesen Steinpilz. 18 Zentimeter groß ist das Prachtexemplar. Christine Wilkens-Weiß ist begeisterte Pilzsammlerin. - © Barbara Franke
In Dornberg nahe der Universität fand Christine Wilkens-Weiß jüngst diesen Steinpilz. 18 Zentimeter groß ist das Prachtexemplar. Christine Wilkens-Weiß ist begeisterte Pilzsammlerin. | © Barbara Franke

Bielefeld Dicke Oschis: Bielefelder präsentieren mächtige Pilze und Riesentomate

In Dornberg findet eine Spaziergängerin 18 Zentimeter große Steinpilze. 1,1 Kilo wiegt die mächtigste Tomate eines Deppendorfer Hobbygärtners

Dennis Rother

Dornberg/Deppendorf. Kaum so groß wie ein Finger sind die längs aufgeschnittenen Steinpilze, die im Supermarkt-Kühlfach liegen. Doch es gibt auch größere Exemplare. Viel größere. Gleich zwei dicke Oschis hat jetzt Christine Wilkens-Weiß hier in Bielefeld entdeckt. Und auch ein hiesiger Tomaten-Hobbygärtner meldete eine erstaunliche Marke. Christine Wilkens-Weiß ist passionierte Pilzsammlerin. Sie machte in Dornberg nahe der Universität einen Waldspaziergang, als ihr zwei Prachtstücke ins Auge fielen. „Der Hutdurchmesser der Steinpilze beträgt jeweils 14 Zentimeter", berichten Christine Wilkens- Weiß und Ehemann Patrik Weiß. Die Gesamthöhe: 18 Zentimeter. Das Gewicht: 460 Gramm. Die Finder haben die Steinpilze schließlich gedünstet. Steinpilze wachsen derzeit offenbar besonders gut: Erst vor zwei Wochen fand eine Sammlerin in Jöllenbeck ein noch schwereres Exemplar. „Besonders war auch, dass der Pilz trotz seiner Größe unversehrt war", sagt Patrik Weiß. Oft würden sie von Tieren angefressen. An internationale Rekorde kamen die Pilze indes nicht heran: Im US-Bundesstaat Utah fand ein Sammler im August einen drei Kilo schweren Pilz – neuer Bestwert. Wer Pilze findet und pflückt, der sollte sich vor dem Essen aber unbedingt eine Expertenmeinung einholen. Platz eins in Bielefelds Tomaten-Rangliste hat sich Eberhard Schmidt aus Deppendorf erzüchtet: 1,1 Kilogramm wiegt sein stattlichstes Exemplar. Das sind rund 200 Gramm mehr als Ingwald Brauns Theesener Tomate (die NW berichtete). „Wie riesig die Tomate ist, sieht man im Vergleich zu den kleinsten", sagt der 82-Jährige und zeigt auf seine zwei Gramm schweren Mini-Tomatinis. Die Sorte heiße „rote Murmel", eine sogenannte Wildtomate. Nicht nur seine Ehefrau und Nachbarn hätten gestaut, sondern auch Mitarbeiter bei Gemüselust Klingelhöfer. Von dort stammen die Pflanzen. Zehn Stauden hat Schmidt in einem wettergeschützten Vordach-Bereich im Garten, gegossen hat er die Stauden alle ein bis zwei Tage. Der Riesenoschi sei nicht nur wuchtig, sondern auch lecker. Erste Scheiben gab’s schon aufs Brot, und Salat solle noch folgen.

realisiert durch evolver group