Das Feuer in dieser Dachgeschosswohnung wurde nach Ansicht der Ermittler vorsätzlich gelegt. - © Christian Mathiesen
Das Feuer in dieser Dachgeschosswohnung wurde nach Ansicht der Ermittler vorsätzlich gelegt. | © Christian Mathiesen

Bielefeld Ermittler sicher: Der Dachgeschossbrand am Wellensiek wurde vorsätzlich gelegt

Staatsanwalt erwirkte einen Unterbringungsbefehl gegen den tatverdächtigen Mieter (51)

Jens Reichenbach

Bielefeld. Der Brand in einer Dachgeschosswohnung am frühen Morgen des 11. Mai am Wellensiek wurde vorsätzlich gelegt. Das bestätigte der ermittelnde Staatsanwalt Veit Walter nach Auswertung des nun vorliegenden Brandgutachtens sowie nach Beendigung der Kripo-Ermittlungen. Walter: „Wir können einen technischen Defekt oder fahrlässige Brandstiftung ausschließen, da es zwei Brandherde in der Wohnung gab." Spuren von Brandbeschleuniger wurden allerdings nicht gefunden, so Walter. Wie berichtet, war der Notruf gegen 4.25 Uhr an jenem Morgen bei der Feuerwehr eingegangen. Bei Eintreffen der Feuerwehr stand die Dachgeschosswohnung des Dreiparteienhauses bereits lichterloh in Flammen. Auch die Nachbarwohnungen wurden in Mitleidenschaft gezogen Die Wohnung des nun beschuldigten Bielefelders war nicht mehr zu retten. Außerdem wurden die angrenzenden Wohnungen in dem Dreiparteienhaus durch Löschwasser zum Teil beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen. Die erste Schadensschätzung der Feuerwehr belief sich auf 50.000 Euro. Der Mieter (51), der bei dem Feuer in seiner Wohnung leichte Verbrennungen und eine leichte Rauchvergiftung erlitt, bestreitet bisher die Tatvorwürfe. Der von der Staatsanwaltschaft erwirkte Unterbringungsbefehl gegen den schuldunfähigen oder vermindert schuldfähigen Verdächtigen wurde allerdings außer Vollzug gesetzt.

realisiert durch evolver group