Bei einem Feuer in dieser Dachgeschosswohnung wurde eine Bewohnerin verletzt. - © Christian Mathiesen
Bei einem Feuer in dieser Dachgeschosswohnung wurde eine Bewohnerin verletzt. | © Christian Mathiesen

Bielefeld Ein Verletzter (50) bei Dachgeschossbrand in Bielefeld

Großer Feuerwehreinsatz mit zwei Drehleitern am Wellensiek. 50-Jähriger erleidet Verbrennungen und Rauchvergiftung. 50.000 Euro Schaden

Jens Reichenbach

Bielefeld. Ein Mann (50) ist bei einem nächtlichen Wohnungsbrand im Dachgeschoss eines Dreiparteienwohnhauses am Wellensiek leicht verletzt worden und musste ins Krankenhaus transportiert werden. Die Dachgeschosswohnunge brannte völlig aus. Wie Feuerwehreinsatzleiter Frank Klumpe mitteilte, ging der Notruf gegen 4.25 Uhr ein. Die zuerst eintreffenden Polizeibeamten konnten den Bewohner der Dachwohnung mit leichten Verbrennungen und einer leichten Rauchvergiftung in Sicherheit bringen. Zunächst war irrtümlich von einer verletzten Frau die Rede. Als die Feuerwehr mit rund 40 Einsatzkräften eintraf, schlugen die Flammen bereits vorne und hinten aus den Dachgauben. Das noch mit Stroh gedämmte Dachgeschoss stand lichterloh in Flammen. Die Feuerwehr setzte laut Klumpe für den ersten Löschangriff zwei Drehleitern ein, um von vorne und hinten den Brand zu bekämpfen. Sehr aufwändige Nachlöscharbeiten - dreieinhalbstündiger Einsatz Gleichzeitig wurde der 50-Jährige vom Rettungsdienst behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Die beiden Mieter unter der brennenden Wohnung hatten ebenfalls schnell ihre Wohnung verlassen und wurden von Helfern betreut, so der Einsatzleiter. Ein Löschangriff bei Dachstuhlbränden ist grundsätzlich sehr aufwändig, weil große Teile der Dachhaut entfernt und die Nachlöscharbeiten bis in die Sparren hinein erfolgen müssen, erklärte Klumpe. "Nach Erlöschen des Feuers müssen wir dann von innen Stück für Stück abarbeiten, um jedes Glutnest zu finden und abzulöschen", so Klumpe. Das sei durchaus nicht ungefährlich, weil die hier vorhandenen Strohzwischendecken sehr durchnässt waren. "Da tritt man schnell in ein Loch", so Klumpe. Der Einsatz für die Kräfte der Berufsfeuerwehr (Hauptfeuerwache und Wache West) sowie der Löschabteilung Großdornberg dauerte daher bis etwa 10 Uhr an. Zwei Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar Die Dachgeschosswohnung brannte vollständig aus. Die erfahrenen Feuerwehrleute konnte anschließend nicht mehr sagen, wo der Brand entstanden sein könnte. Experten der Kripo werden im Laufe des Tages die Ermittlungen übernehmen. Neben der Dachgeschosswohnung wurde auch die Wohnung im ersten Obergeschoss durch Löschwasser so in Mitleidenschaft gezogen, dass auch diese Wohnung nicht mehr bewohnbar ist. Die Ergeschosswohnung hat leichte Wasserschäden, dieser Mieter konnte aber in seine Wohnung zurückkehren. Frank Klumpe schätzte den Sachschaden auf 50.000 Euro.

realisiert durch evolver group