Die Organisatorinnen Marie-Luise Spruch (v. l.) und Marie-Luise Marufke bedanken sich bei Referentin Birgit Winterhoff und den Musikerinnen Anke Lorge und Anne Eisenhauer-Biermann mit Blumensträußen. - © FOTO: JUDITH GLADOW
Die Organisatorinnen Marie-Luise Spruch (v. l.) und Marie-Luise Marufke bedanken sich bei Referentin Birgit Winterhoff und den Musikerinnen Anke Lorge und Anne Eisenhauer-Biermann mit Blumensträußen. | © FOTO: JUDITH GLADOW

Brackwede Sich trauen, um etwas zu erreichen

80 Frauen diskutieren im Gustav-Münter-Haus

Brackwede (jgl). Die Tische sind herbstlich dekoriert, die Platten mit Aufschnitt und Käse sorgsam angerichtet und mit Kirschtomaten verziert. 80 Frauen sitzen an den Tischen im Gustav-Münter-Haus, um zusammen zu frühstücken und miteinander zu reden.

Viele sind schon zum wiederholten Mal hier und kennen sich. Die, die neu dabei sind, werden freundlich aufgenommen und in die Gespräche eingebunden. Seit 2001 gibt es das Frauenfrühstück, das jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst von der evangelischen Bartholomäus-Gemeinde Brackwede veranstaltet wird.

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Begonnen wird der Morgen mit Musik: Anne Eisenhauer-Biermann (Klavier) und Anke Lorge (Querflöte) spielen eine Serenade von Georges Hüe. Ein ruhiges, besinnliches Stück, das auch zu dem Thema des Tages passt: Referentin Birgit Winterhoff spricht nach dem gemeinsamen Frühstück zum Thema "Träume nicht dein Leben – lebe deinen Traum".

Sie hält keine reine Motivationsrede, wie der Titel zunächst vielleicht vermuten lässt, sondern setzt sich kritisch mit Lebensträumen und Sinnfindung auseinander. Sie ermutigt dazu zu träumen, denn das sei notwendig, um durch das Leben zu kommen, aber sie warnt auch davor, allzu unrealistische Träume zu haben: "Wer mit sechzig davon träumt, wie sechzehn auszusehen, der ist einfach dumm." Man wünsche sich immer das, was man nicht hat, und übersehe dann die Dinge, über die man eigentlich glücklich sein könnte. Anschließend lädt sie dazu ein gemeinsam zu diskutieren, und lässt den Frauen Zeit über ihre eigenen Träume zu sprechen, über die Aktuellen wie die Zerplatzten, denn: "Auch die gehören zum Leben."

Als sie fortfährt, ermahnt Winterhoff dazu, die Perspektive zu wechseln, den Lebenssinn, den man sich sucht, auch der eigenen Situation anzupassen. Sie betont, dass man Sinn nur mit Hingabe finden könne und zitiert Martin Luther: "Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott." Hier schlägt die Pastorin auch den Bogen zur erfolgreichen Idee des Frauenfrühstücks und sagt: "Man muss sich trauen, um etwas zu erreichen."

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