Gemeinde als Baum: Pfarrer Matthias Dreier (v. l.), Pfarrerin Claudia Boge-Grothaus, Olaf Kleinekathöfer, Presbyter Peter Jacobebbinghaus (Diakonie) und Kirchbaumeister Wolfgang Brinkmann. - © sibylle kemna
Gemeinde als Baum: Pfarrer Matthias Dreier (v. l.), Pfarrerin Claudia Boge-Grothaus, Olaf Kleinekathöfer, Presbyter Peter Jacobebbinghaus (Diakonie) und Kirchbaumeister Wolfgang Brinkmann. | © sibylle kemna

Brackwede Kirchengemeinde freut sich über Plus von 28.000 Euro

Gemeindeversammlung: Ein neues Gemeindekonzept sieht die Öffnung für vielfältige Ideen und Beteiligung vor

Sibylle Kemna

Brackwede. Erstmals kann die Kirchengemeinde Quelle über ihre Finanzen selbst verfügen, da der Verband der evangelischen Kirchengemeinde Brackwede nun die Kirchensteuer nach Abzügen pro Mitglied zuweist. "Wir fahren gut bei dem neuen Verteilungssystem, da unsere Kosten nicht so hoch sind", sagte Kirchmeister Wolfgang Brinkmann auf der Gemeindeversammlung. Bislang steckte der Verband in einem Bedarfshaushalt. Der Verband hatte seine Kosten von den Kirchensteuerzuweisungen abgezogen - und die Gemeinden hatten ihren Bedarf angemeldet. Nun wird nach Vorwegabzug für die Diakonie und die Jugendarbeit an alle Gemeinden eine Summe zugeteilt, die sich nach der Anzahl der Mitglieder richtet. Ging es in Brackwede und Sennestadt bei den Versammlungen noch ordentlich zur Sache, weil schmerzhaft Kosten eingespart werden müssen, war es in Quelle etwas ruhiger, denn die Johannes-Kirchengemeinde steht vergleichsweise gut da. "Wir haben ein relativ neues Gemeindehaus, nur eine Kirche und nicht so große Personalkosten", erläuterte Brinkmann, der im Presbyterium auch für die Finanzen zuständig ist. Außerdem hat die Gemeinde sowohl eine Stiftung als auch einen Förderverein, welche für Entlastung sorgen. Sogar ein Plus von knapp 28.000 Euro verzeichnet der Finanzplan der Kirchengemeinde für das aktuelle Jahr. So stand nicht das Sparen im Mittelpunkt der Gemeindeversammlung, sondern das Gemeindekonzept, das von Pfarrerin Claudia Boge-Grothaus vorgestellt wurde. Das hat eine Projektgruppe seit Mai erarbeitet. So will man die Beteiligung an den Gottesdiensten erhöhen, flexible Formen der Messen bei flexibler Bestuhlung ermöglichen und die Beleuchtung verändern. Für eine von Eltern gewünschte Betreuung von Kindern während des Gottesdienstes ist ein verglaster Raum in der Kirche im Gespräch. Das soziale Engagement der Gemeinde soll durch eine stärkere Vernetzung mit der Schule und anderen Akteuren in Quelle verstärkt werden. Außerdem strebe man eine Zertifizierung im Bereich "Gemeinwohlökonomie" an, erläuterte die Pfarrerin. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit sollen die Homepage und die Schaukästen optimiert werden, Neuzugezogene sollen eingebunden werden. Das Gemeindezentrum soll noch stärker Raum für Begegnung und Miteinander sein, so ist ein Treff für 30 bis 50-Jährige geplant. Ältere Menschen könnten von Jugendlichen Computerhilfe erhalten, Kinder Hilfe bei den Hausaufgaben. Alt und Jung sollen stärker interagieren.

realisiert durch evolver group