Ummeln Umgehung Ummeln absehbar vor Gericht

Bundesverwaltungsgericht: Im ersten Halbjahr 2018 wird über die beiden Klagen entschieden

Susanne Lahr

Ummeln. Baurecht für die B 61 n - besser bekannt als Ortsumgehung Ummeln und A-33-Zubringer - gibt es seit Ende September 2016. Gut drei Monate später sind zwei Klagen gegen das Vorhaben eingegangen, die nur von einer einzigen Instanz behandelt werden: dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Dessen zuständiger Senat "ist bemüht, die beiden Verfahren im ersten Halbjahr 2018 zu terminieren". Dies jedenfalls hat die Pressestelle des Bundesverwaltungsgerichtes auf Anfrage der Neuen Westfälischen mitgeteilt. Die Leipziger Richter sind die erste und letzte Instanz in diesem Verfahren, da die Ortsumgehung Ummeln als Großprojekt nach dem Beschleunigungsgesetz für Bundesverkehrswege oberste Priorität hat. Ein Kläger wird vom Landwirtschaftlichen Kreisverband Herford-Bielefeld vertreten. Der Betreffende lehnt den Bau der 3,7 Kilometer langen Ortsumgehung generell ab. Geklagt wird wegen des Verlustes von Eigentumsflächen. Durch den Bau der Straße würden diese zerteilt, zerschnitten, und die Gesamtfläche sei nicht mehr landwirtschaftlich nutzbar, Pächter durch Umwege zu Wiesen und Äckern stark beeinträchtigt. Außerdem steht der Wohnsitz des Betroffenen der B 61 n im Weg und müsste abgerissen werden. Der zweite Kläger ist ein ebenfalls betroffener Landwirt. Im sechsjährigen Planungsverfahren waren rund 800 Einwendungen gegen die B 61 n eingegangen. Die Kosten werden auf rund 23,5 Millionen Euro geschätzt. Täglich werden 19.000 bis 23.500 Fahrzeuge erwartet, im Gegenzug soll die Ummelner Ortsdurchfahrt entlastet werden - von derzeit rund 20.000 Autos am Tag auf maximal 7.500 Fahrzeuge täglich.

realisiert durch evolver group