Auf der letzten Freifläche der ehemaligen Kammerich-Werke baut der Rietberger Abbruch-Spezialist Wimmelbücker seine Bielefelder Dependance. Links sind Werkshallen von der Salzgitter Mannesmann Precision GmbH zu sehen, rechts ein Zipfel der DHL-Zustellbasis. - © Foto: Susanne Lahr
Auf der letzten Freifläche der ehemaligen Kammerich-Werke baut der Rietberger Abbruch-Spezialist Wimmelbücker seine Bielefelder Dependance. Links sind Werkshallen von der Salzgitter Mannesmann Precision GmbH zu sehen, rechts ein Zipfel der DHL-Zustellbasis. | © Foto: Susanne Lahr

Bielefeld Mannesmann-Brache in Brackwede bald Geschichte

Abbruch-Spezialist Wimmelbücker aus Rietberg hat das letzte freie Grundstück der Salzgitter Mannesmann Precision GmbH erworben. Ein Baustoff-Recycling-Center entsteht an der Stelle

Susanne Lahr

Brackwede. Für die letzte große Brachfläche auf dem Mannesmann-Gelände in Brackwede ist ein Käufer gefunden. Der Rietberger Abbruchspezialist Wimmelbücker hat 27.000 Quadratmeter von der Salzgitter Mannesmann Precision GmbH erworben und wird dort ein Baustoff-Recycling-Center errichten. Die Arbeiten auf dem Gelände am Südring 92 haben bereits begonnen. Udo Maslowski ist froh über den Vertragsabschluss. Er ist Geschäftsführer der RSE Grundbesitz und Beteiligungs-GmbH in Mühlheim an der Ruhr, der Immobiliengesellschaft des Salzgitter-Konzern. Als solcher war er auch für die Vermarktung der fast 5 Hektar großen Fläche zuständig, die 2011 durch den Abriss leerstehender Mannesmann-Hallen entstanden war. Baugrund muss an vielen Stellen versiegelt bleiben Auf einem Teil hat die Deutsche Post eine Zustellbasis errichtet, die 2014 in Betrieb gegangen ist. Ihr neuer Nachbar wird nun die Wimmelbücker Abbruch GmbH. Die Vermarktung des Geländes war nach den Worten von Maslowski angesichts der im Boden befindlichen Altlasten nicht so einfach. „Ein wichtiger Baustein war der städtebauliche Vertrag, den wir vor fast zehn Jahren mit der Stadt abgeschlossen haben." Er sei sozusagen eine Gebrauchsanleitung für Investoren, wie mit den Verunreinigungen auf Kammerich umzugehen sei, wo Eingriffe in den Untergrund möglich sind und wo er versiegelt bleiben muss.Daher treffe es sich gut, dass Wimmelbücker für das Baustoff-Recycling-Center nicht in die Tiefe gehe. Der Betriebshof mit Bürogebäude, Gewerbehalle sowie Außenlager- und Aufbereitungsplatz werde auf den alten Betonfußboden der Mannesmann-Hallen gebaut. „So bleibt die Versiegelung erhalten", sagt Maslowski. Dennoch habe es lange gebraucht, eine Genehmigung gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz zu erhalten. Dabei sei es auch um Themen wie Staubminimierung und Wasserrückhaltung gegangen. Zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen seien an dem rückwärtig liegenden Grundstück (im Bereich der Straße Am Rohrwerk) jedoch nicht erforderlich. „Das decken wir mit der Lärmschutzwand ab, die bereits im Zusammenhang mit der DHL-Zustellbasis errichtet worden ist", erklärt Udo Maslowski. Die 165 Meter lange und zwischen 2,50 und 8 Meter hohe Mauer schützt die angrenzende Wohnbebauung. Bauschutt und Boden wird recycelt Die Firma Wimmelbücker plant, auf dem Gelände unbelasteten Bauschutt und Boden zu lagern und aufzubreiten. Außerdem sollen teerfreieer Straßenaufbruch und Metallschrott aus Demontagen am neuen Standort recycelt werden. Wimmelbücker Abbruch ist 2011 von Lutz Wimmelbücker, der bereits über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Abbruchbereich verfügt, gegründet worden. Heute arbeiten rund 45 Mitarbeiter für das Rietberger Unternehmen, das auch Mitglied im Deutschen Abbruchverband ist. „Als Spezialisten in Sachen Abbruch, Erdarbeiten, Tiefbau, Straßen- und Wegebefestigung sowie Recycling unterstützen wir mit unserem eigenen Fuhrpark Privathaushalte, Architekten, Bauträger, Kommunen, Städte sowie Industrieunternehmen in ganz Deutschland", heißt es auf der Homepage.Kürzlich hat Wimmelbücker in Sennestadt die nicht mehr benötigten Gebäude der Firma Union Knopf abgerissen – samt markantem roten Schornstein. Dort wird ein Betriebshof für die Busflotte von MoBiel errichtet.

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