Links Heiler, rechts Goldbeck: Die beiden Baukörper an der Ecke Ummelner Straße/Bokelstraße sind nur ein Teil der Fläche, den beide Firmen in Ummeln belegen. Da es beiden auf ihrem Gelände zu eng wird, soll ihnen mehr Platz geschaffen werden. - © Susanne Lahr
Links Heiler, rechts Goldbeck: Die beiden Baukörper an der Ecke Ummelner Straße/Bokelstraße sind nur ein Teil der Fläche, den beide Firmen in Ummeln belegen. Da es beiden auf ihrem Gelände zu eng wird, soll ihnen mehr Platz geschaffen werden. | © Susanne Lahr

Bielefeld Mehr Platz für die Firmen Goldbeck und Heiler

Neuer Bebauungsplan soll die Voraussetzungen schaffen, für beide Firmen in Ummeln 9 Hektar Erweiterungsfläche auf der Hofstätte Wißbrock zu ermöglichen

Susanne Lahr

Ummeln. Sowohl die Goldbeck GmbH als auch die Heiler GmbH´& Co. KG stoßen an ihren Stammsitzen in Ummeln an ihre Grenzen. Ein „Mikrostandort" westlich des Bohlenweges soll zwei bedeutenden Bielefelder Unternehmen, die bundes- und europaweit tätig sind, den nötigen Platz zur Erweiterung bieten. Die Politik wiederum soll mit einem neuen Bebauungsplan die Grundlagen schaffen. Der Stadt ist es wichtig, den beiden Firmen durch ihre Bauleitplanung entsprechende Baurechte zu verschaffen. Dies wird aus der Vorlage für die Bezirksvertretung Brackwede und den Stadtentwicklungsausschuss deutlich. Die positive wirtschaftliche Entwicklung von Goldbeck und Heiler soll unterstützt, die vorhandenen Arbeitsplätze sollen gesichert, neue Arbeitsplätze ermöglicht werden. Spezielle Fertigung für Parkhausstützen Die Firma Goldbeck, die 2019 ihr 50-jähriges Bestehen feiern kann, hat sich zu einem führenden Anbieter für Planung, Bau und Betreuung von Gewerbeobjekten in Europa entwickelt. Von den mehr als 5.000 Mitarbeitern an 40 Standorten arbeiten rund 1.000 in Ummeln. Das Firmenareal umfasst derzeit 13,5 Hektar. Sehr erfolgreich ist das Unternehmen auch mit dem Bau von Parkhäusern. Und diese Sparte sorgt in erster Linie für die weiteren Expansionswünsche. Für die Fertigungstechnik der Parkhausstützen, auf die sich Goldbeck spezialisiert hat, braucht es zusätzliche Produktions- und Logistikflächen – perspektivisch 4 bis 5 Hektar. Stadt sieht Bedarf Aktuell wird auf dem bestehenden Firmengelände bereits fleißig gebaut. Im Frühjahr 2018 soll der „Goldbeck-Campus" mit Büros und Schulungsräume auf 9.400 Quadratmetern Nutzfläche fertig sein. Zudem entsteht ein zweites Parkhaus mit rund 500 Stellplätzen, so dass am Standort etwa 850 Parkplätze zur Verfügung stehen. Auch die Firma Heiler, die sich auf Sportstätten- und Sportarenenbau spezialisiert hat, wächst und gedeiht und braucht in der Folge mehr offene und geschlossene Lagerkapazitäten an ihrem Standort an der Bokelstraße. Das aus dem 1953 gegründeten Garten- und Landschaftsbaubetrieb erwachsene Unternehmen mit rund 90 Mitarbeitern will künftig selbst Kunstrasen und Hybridrasensysteme herstellen. Die Firma macht die Hälfte ihres Umsatzes im Sportanlagenbau für örtliche Vereine und Kommunen, die andere Hälfe generiert sie bei Fußballbundesligisten der 1. bis 3. Bundesliga. Künftig sollen vermehrt auch Kunden aus dem Ausland gewonnen werden. Das Betriebsareal ist 2,7 Hektar groß, die fast bis auf den letzten Zipfel ausgenutzt werden. Heiler wünscht sich 3 bis 4 zusätzliche Hektar. Alternativstandorte verworfen Für beide Unternehmen kommt aufgrund der betrieblichen Anforderungen und funktionalen Zusammenhänge eine Betriebserweiterung nur an den vorhandenen Standorten in Betracht. Das Bauamt, das auch mögliche Alternativstandorte geprüft und verworfen hat, schließt sich dieser Sichtweise an. Zumal auch die verkehrliche Anbindung (A?2?/?A?33) bereits jetzt günstig ist und durch die geplante Ortsumgehung Ummeln noch verbessert werde. „Die Stadt Bielefeld sieht daher den dringenden Bedarf an betriebsgebundener Gewerbefläche", heißt es in der Vorlage für die Bezirksvertretung Brackwede, die am Donnerstag, 12. Oktober, berät sowie für den Stadtentwicklungsausschuss (17. Oktober). Beide Erweiterungswünsche können theoretisch erfüllt werden, weil die landwirtschaftliche Fläche der Hofstelle Wißbrock samt Reitplatz und Teich zwischen Bokelstraße und Bohlenweg zur Verfügung steht (rund 8,6 Hektar). Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Ummelner Straße/Bohlenweg" geht noch etwas über das betreffende Flurstück hinaus und ist rund 9,25 Hektar groß.

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