Manfred Hofmeister, das „Gesicht" des Schulbauernhofs Ummeln, ist nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Der Förderverein trauert mit der Familie, die ihn stets mit dem Hof teilen musste. - © Silke Kröger
Manfred Hofmeister, das „Gesicht" des Schulbauernhofs Ummeln, ist nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Der Förderverein trauert mit der Familie, die ihn stets mit dem Hof teilen musste. | © Silke Kröger

Bielefeld Trauer um Manfred Hofmeister, Mitbegründer des Schulbauernhofes Ummeln

Vorsitzender des Fördervereins stirbt im Alter von 69 Jahren

Susanne Lahr

Ummeln. Nach kurzer schwerer Krankheit ist Manfred Hofmeister verstorben. Viele kannten den 69-Jährigen als Mitbegründer des ersten deutschen Schulbauernhofes in Ummeln, als Vorsitzenden des Fördervereins, als unermüdlichen Kämpfer um den Erhalt dieses außerschulischen Lernortes, als ökologischen Aktivisten und nicht zuletzt als Lehrer. Manfred Hofmeister war von der ersten Idee, der Gründung im Jahr 1983 und dem zweijährigen Auf- und Ausbau des Schulbauernhofes dabei. Als Vorsitzender des Fördervereins stand er Mitgliedern und Hofteam verlässlich als Ansprechpartner seit 1989 vor. Sein Name „Hofmeister" wurde von da an Programm. „Niemand hat den Charakter des Hofes so geprägt wie er", sagt Elke Siemens, stellvertretende Vorsitzende. Immer sei er präsent gewesen – zunächst lange Zeit neben einem vollen Unterrichtsauftrag für die Fächer Deutsch und Sozialwissenschaften als Oberstudienrat in Schulen der von Bodelschwinghschen Stiftung, später mit einer Unterrichtsabordnung auf den Hof – und in seiner Freizeit. Manfred Hofmeister habe keine Arbeit und Mühe gescheut, habe sich kaum Urlaub gegönnt, sondern unendlich viel Kraft und Zeit in den Hof investiert, den er auch nach außen bestens repräsentiert habe, schildert Elke Siemens. „In seiner unbedingten Integrität und Wahrhaftigkeit, der Klarheit seiner Gedanken, Vorhaben, seines Tuns und seiner Worte war er ein verlässlicher ,Hofmeister’." Zeit seines Lebens habe ihn die Frage bewegt, wie Kindern ein ganzheitlicher Zugang zu Natur und Landwirtschaft, unseren Lebensgrundlagen, eröffnet werden kann. Viele, die einen Schulbauernhof gründen wollten, hätten sich von ihm inspirieren und beraten lassen. Mit aller Kraft habe er versucht, ökologische Nischen zu erhalten, zu gestalten, um dem Rückgang der Artenvielfalt im Kleinen die Stirn zu bieten. Manfred Hofmeisters Beisetzung findet am Freitag, 26. Mai, auf dem Sennefriedhof statt. Die Trauerfeier beginnt um 12 Uhr in der neuen Kapelle.

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