Wasser, marsch: Der auffällige rote Bagger verwandelt den Anbau in einen Schuttberg. Ein Bauarbeiter versucht den Staub etwas zu minimieren. - © Judith Gladow
Wasser, marsch: Der auffällige rote Bagger verwandelt den Anbau in einen Schuttberg. Ein Bauarbeiter versucht den Staub etwas zu minimieren. | © Judith Gladow

Brackwede Vier Taxbäume an der Hauptstraße: Teilabriss hat begonnen

Anbau: Arbeiten sollen noch am Wochenende beendet sein

Silke Kröger

Brackwede. Weißer Staub wabert über die Hauptstraße, das laute Gepolter an der Seite der Hotel-Gaststätte „Vier Taxbäume" lässt die ganze Umgebung erbeben. Gegenüber an der Balustrade stehen Schaulustige und fotografieren mit ihren Smartphones: Am Freitagnachmittag begannen die Abrissarbeiten für den weißen Anbau im hinteren Bereich des markanten Fachwerkhauses. Wenn alles wie geplant läuft, sollen die Arbeiten an diesem Wochenende auch beendet werden. Die Pläne zum Abriss des Hotel- und Saaltrakts, der erst im 19. Jahrhundert errichtet wurde, gibt es schon seit langem. Er genießt keinen Bestandsschutz. Untergebracht sind dort Übernachtungszimmer und auch der große Saal, der lange Jahre von zahlreichen Vereinen und Gesellschaften genutzt wurde. All das wird dem Erdboden gleichgemacht. Der kleine Saal dagegen soll bis zu einem Drittel seiner Fläche erhalten bleiben, danach soll eine neue Außenmauer am Gebäude hochgezogen werden. Der neue Eigentümer, Dirk Linnert, will auf dem frei werdenden Gelände moderne Gebäude mit Eigentumswohnungen, eventuell auch Büros oder Arztpraxen, errichten. Das auffällige „Vier Taxbäume" mit den vier konisch geschnittenen kleinen Bäumchen der Art „Taxus Baccata" (Eibe) am Straßenrand ist die älteste existierende Gaststätte in Brackwede. Bis in das Jahr 1777 reichen die Urkunden zurück.

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