Haben die Arbeit nieder gelegt: Die Mitarbeiter der Frühschicht bei Christinen Brunnen in Ummeln zeigen sich entschlossen und Gewerkschaftssekretär Armin Wiese (links in gelber Weste) ist zuversichtlich, dass der Streik sich für sie auszahlt. - © Judith Gladow
Haben die Arbeit nieder gelegt: Die Mitarbeiter der Frühschicht bei Christinen Brunnen in Ummeln zeigen sich entschlossen und Gewerkschaftssekretär Armin Wiese (links in gelber Weste) ist zuversichtlich, dass der Streik sich für sie auszahlt. | © Judith Gladow

Bielefeld Mitarbeiter bei Christinen in Ummeln streiken für mehr Geld

Judith Gladow

Bielefeld-Ummeln. Beim Getränkehersteller Gehring-Bunte (Christinen Brunnen) steht seit Mittwochmorgen die Produktion still. Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) hat nach gescheiterten Verhandlungen für einen neuen Haustarif zum Streik aufgerufen. 93 Prozent hatten sich in einer Urabstimmung für den unbegrenzten Arbeitskampf ausgesprochen. In drei Schichten besetzen nun rund 60 Mitarbeiter den Streikposten vor der Tür des Unternehmens in Ummeln. Nachdem die Firma Gehring-Bunte vor zehn Jahren aus dem Erfrischungsgetränkeverband ausgetreten war, wurde ein Haustarifvertrag für die mehr als 80 Beschäftigten verhandelt. Bei Neuverhandlungen kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Warnstreiks. Die Forderung der Gewerkschaft hat sich dabei im Kern nur wenig verändert: Die Entgelte der Beschäftigten sollen an die allgemein für die Mineralbrunnenindustrie ausgehandelten Tarife angeglichen werden. Derzeit sind die Entgelte bei Christinen rund 6 Prozent niedriger. "Das sind 173 Euro Differenz bei den Facharbeitern", erklärt Armin Wiese von der NGG. Diese Differenz will die Gewerkschaft schrittweise abbauen. Die von Seiten des Unternehmens angebotene Erhöhung von unter 2 Prozent, ist der Gewerkschaft zu wenig. Im Februar legten die Mitarbeiter bereits bei einem Warnstreik die Arbeit nieder. Der in der Urabstimmung beschlossene, unbefristete Streik solle weiter laufen, bis ein Ergebnis da ist. Mindestens aber einen vollen Tag, drei Schichten, werde gestreikt, so Wiese. Denn ein Gesprächsangebot von Seiten der Unternehmensleitung gibt es schon, allerdings erst für die nächste Woche, da Geschäftsführer Carsten Heß derzeit noch im Urlaub ist. "Den werden wir natürlich auch wahrnehmen", sagt Wiese. Bis dahin werde es auch erst einmal keine weitere Stellungnahme geben, heißt es von Seiten des Unternehmens.

realisiert durch evolver group