Auf dem Dach des neuen Bistros des Rudolf-Rempel-Berufskollegs an der Rosenhöhe haben sich die meisten Schülerinnen und Schüler mit Plakaten versammelt, auf denen in 48 Sprachen steht „Gemeinsam zum Erfolg". - © Susanne Lahr
Auf dem Dach des neuen Bistros des Rudolf-Rempel-Berufskollegs an der Rosenhöhe haben sich die meisten Schülerinnen und Schüler mit Plakaten versammelt, auf denen in 48 Sprachen steht „Gemeinsam zum Erfolg". | © Susanne Lahr

Bielefeld Bunte Demo an der Rosenhöhe gegen Rassismus

Mehrere tausend Schüler dreier Schulen treten bei ihrer gemeinsamen Aktion ein für eine vielfältige Gesellschaft

Susanne Lahr

Brackwede. Es ist ein beeindruckendes Bild, das sich am Freitagmorgen auf dem Campus Rosenhöhe bietet. Anlässlich der 2. Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus haben sich Schülerinnen und Schüler von Rudolf-Rempel-Berufskolleg, vom Berufskolleg Senne und der Gesamtschule Rosenhöhe versammelt, um Flagge zu zeigen. Grob geschätzt könnten es 2.000 bis 3.000 gewesen sein, die mit Plakaten und Transparenten  gegen Ausgrenzung und für Toleranz demonstrieren. Alle drei Schulen auf dem Campus gehören zum Netzwerk „Schule ohne Rassismus -Schule mit Courage“. Diesem Verbund gehören bundesweit mittlerweile mehr als 2.000 Schulen an. Die Schülerinnen und Schüler haben sich verpflichtet, sich gegen jede Form der Diskriminierung aktiv einzusetzen und bei Konflikten einzugreifen. Um den gegenseitigen Respekt geht es auch an diesem Tag. Am Rudolf-Rempel-Berufskolleg (RRBK), mit seinen rund 4.300 Schülern die größte Schule auf dem Campus, gibt es Schüler aus 48 Nationen, wie Schulleiterin Christine Wauschkuhn betont. Das Motto lautet „Gemeinsam zum Erfolg“ – und das eben losgelöst von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder sexueller Orientierung. Die Mediengestalter des Berufskollegs Senne habe dieses Motto in den Sprachen der 48 Nationen auf Plakate gedruckt, auf denen auch die Flaggen und Menschen zu erkennen sind. Auf dem Dach des RRBK-Bistros stehend, recken viele Hände sie in die Höhe. „Wir verstehen diese Vielfalt als große Bereicherung und Unterstützung unserer Arbeit“, betont Jürgen Ackermann, Leiter des Berufskollegs Senne. Oberbürgermeister Pit Clausen als Schirmherr des Rempel-Berufskollegs als SOR/SMC-Schule, zeigt sich beeindruckt von dem vielfältigen Statement gegen Rassismus, für Menschenfreundlichkeit und Respekt. Er weist darauf hin, dass diese Aktion nicht die einzige Veranstaltung gegen Rassismus ist. In den Bielefelder Aktionswochen im März finden rund 80 Veranstaltungen statt, die von etwa 60 verschiedenen Organisationen durchgeführt werden. „Viele Bielefelder geben ein klares Statement ab. Das macht mich als Oberbürgermeister stolz auf diese Stadt.“ Rassismus sei immer noch ein aktuelles Thema. Jeder müsse da wachsam sein, wo er es könne. „Nicht weggucken, hinsehen, klare Kante zeigen“, so Clausens Aufforderung. Und mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen fordert er die Schüler auf, wählen zu gehen, sich genau die jeweiligen Wahlprogramme anzusehen, nicht allein auf Parolen zu hören und die zu wählen, die für Solidarität und eine plurale Gesellschaft eintreten wollen.

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