Schulraumentwickler Andreas Hammon zeigt Schulleiterin Claudia Hoppe am Modell, wie Sanierung und Inklusion Hand in Hand gehen können. - © Sibylle Kemna
Schulraumentwickler Andreas Hammon zeigt Schulleiterin Claudia Hoppe am Modell, wie Sanierung und Inklusion Hand in Hand gehen können. | © Sibylle Kemna

Brackwede 100.000 Euro für Schulplanung an der Gesamtschule Rosenhöhe

Bielefeld Pilotkommune in bundesweitem Wettbewerb „Inklusive Schulen planen und bauen“

Susanne Lahr

Brackwede. Große Freude im Schulamt und an der Gesamtschule Rosenhöhe. Bielefeld ist neben Frankfurt am Main, Griesheim, Weimar und Gelsenkirchen Preisträger beim bundesweiten Wettbewerb „Pilotprojekte Inklusive Schulen planen und bauen“ der Montag-Stiftung Jugend und Gesellschaft mit Sitz in Bonn. Die fünf Kommunen erhalten eine professionelle Begleitung bei der Entwicklungsphase ihres Schulbauprojektes in Form geldwerter Leistungen im Wert von jeweils bis zu 100.000 Euro. Die Stadt Bielefeld hat sich am Wettbewerb der Montag-Stiftung exemplarisch mit der baulichen Erweiterung der Gesamtschule Rosenhöhe für die Sekundarstufe II beteiligt, die derzeit in der Marktschule untergebracht ist. Der Neubau von Räumen für die Sekundarstufe II der Gesamtschule Rosenhöhe ist auf dem Schulgelände geplant unter Einbeziehung einer Sanierung oder eines Neubaus der Schulsporthalle - Kostenvolumen bis zu 5 Millionen Euro. „Ich bin hoch erfreut über den Wettbewerbserfolg und die Unterstützung der Montag-Stiftung“, sagt Schuldezernent Udo Witthaus. „Schon unsere Bewerbung haben wir in sehr enger Kooperation durch das Amt für Schule, den Immobilienservicebetrieb und die Gesamtschule Rosenhöhe erstellt. Allen Beteiligten gilt mein Dank.“ Auf dieser Basis baue die weitere Arbeit auf. Es könnten zukunftsweisende räumliche Lösungen für eine inklusive Schule an der Rosenhöhe geplant werden. „Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen können zudem frühzeitig in andere Schulbauvorhaben einfließen“, betont Witthaus.Dreieck von Raumplanung, Unterrichtsentwicklung und Inklusion Schulleiterin Claudia Hoppe sieht in dem Preis auch „eine Belohnung für all das, was wir auf dem Weg zur inklusiven Schule schon geschafft haben.“ Mit der Verbindung von pädagogischer Raumplanung, Unterrichtsentwicklung und Inklusion sei man im Wettbewerb ganz nach vorne gekommen. Im Vorjahr hatte die Gesamtschule in Eigeninitiative den Schweizer Schulraumentwickler Andreas Hammon eingeladen. Mit seiner Hilfe und seinen Anstößen werden Sanierung und Inklusion die große Chance für neue Raumlösungen und Lernumgebungen. Schüler, Eltern und Lehrer haben sich gleichermaßen auf den Weg gemacht, dem neuen Denken den Weg zu ebnen, das jetzt von den Architekten in handfeste Pläne übersetzt werden muss. In der April-Sitzung des Schulausschusses, die an der Rosenhöhe stattfand, haben die Politiker nach Claudia Hoppes Worten die Ideen und Pläne „mit viel Wohlwollen aufgenommen und einstimmig beschlossen, diesen Weg weiter zu verfolgen“, ebenso wie der Stadtrat. Mit Hilfe des Geldes der Montag-Stiftung geht es jetzt in die „Phase Null“ im Vorfeld der konkreten Planung für den Sekundarstufe-II-Bau.

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