Viele Hände: Die Neuntklässler Nick (v. l.), Vincent und Daniel sowie die Umweltbetriebs-Azubis Niklas Hauke und Janine Schwarz helfen beim Aufbau der neuen Slackline, auf der Kinder und Jugendliche künftig auf zwei Höhen balancieren können. Im Hintergrund (v. r.) Lutz Worms (Vorstandsvorsitzender Bürgerstiftung) und Burghard Lehmann, Geschäftsführer Osthushenrich-Stiftung. - © Silke Kröger
Viele Hände: Die Neuntklässler Nick (v. l.), Vincent und Daniel sowie die Umweltbetriebs-Azubis Niklas Hauke und Janine Schwarz helfen beim Aufbau der neuen Slackline, auf der Kinder und Jugendliche künftig auf zwei Höhen balancieren können. Im Hintergrund (v. r.) Lutz Worms (Vorstandsvorsitzender Bürgerstiftung) und Burghard Lehmann, Geschäftsführer Osthushenrich-Stiftung. | © Silke Kröger

Brackwede Update fürs Spielgelände bei Frerks Hof

Bürgerstiftung, Azubis des Umweltbetriebs und Philharmoniker packen gemeinsam an. Und die Osthushenrich-Stiftung sorgt fürs i-Tüpfelchen

Silke Kröger

Brackwede. Mit Rutsche, Schaukel und Co. ist auf Spielplätzen heute nicht mehr viel Staat zu machen. Das wissen auch die Fachleute vom Umweltbetrieb, die rund ums Jahr (unter vielem anderen) damit beschäftigt sind, die 348 Spielplätze stadtweit "upzudaten". Bei Frerks Hof gab's dabei ungewöhnliche Unterstützung: Für die Bielefelder Bürgerstiftung packten fünf Schüler des Ratsgymnasiums mit an, zudem griffen vier Mitglieder der Bielefelder Philharmoniker tatkräftig zu Hacke und Schaufel. Der Umweltbetrieb ist mit einer kleinen Mannschaft - Ausbildungsmeisterin Sandra Möller, Geselle Dennis Röhling sowie die Azubis Janine Schwarz, Niklas Hauke, Steffen Temming und Luca Schröer - schon seit ein paar Tagen mit den Vorarbeiten beschäftigt gewesen: die alte Sandkiste und Bänke auf dem 3.000 Quadratmeter großen Spielgelände mussten demontiert, Sandsteinblöcke für die neue Sandspielfläche gesetzt werden, auch ein altes Karussell wurde gleich ganz entsorgt. Gestern kam Verstärkung: Sebastian Soete, der sonst Violine bei den Philharmonikern spielt, Remigiusz Matuszewski (Posaune) und Rieke Weber, die für Marketing und Projektmanagement des Orchesters zuständig ist, wechselten kurzzeitig in ein völlig anderes Berufsfeld. "Wir haben uns gedacht, dass wir uns auch mal außermusikalisch engagieren können", meinte Soete augenzwinkernd, der mit seinen Musikerkollegen mit sichtlichem Spaß eine Bank aufstellte. Drei Neuntklässler des Ratsgymnasiums, die sich im Bielefelder Jugendforum "You name it" engagieren (2012 von der Bürgerstiftung ins Leben gerufen), standen derweil knietief im 7,5 Meter tiefen Loch, das ein Bagger des Umweltbetriebs vorher ausgehoben hatte. Dort befestigten sie die Standelemente der Slackline - das Spielgerät hat die Osthushenrich-Stiftung gespendet. "Es macht Spaß, die Einzelteile zusammenzuschrauben und zu sehen, wie das am Ende aussieht", sagte Vincent. Die Zusammenarbeit von Umweltbetrieb, Bürgerstiftung und Osthushenrich-Stiftung hatte bereits im vergangenen Jahr auf dem Spielplatz Wortkamp in Stieghorst Premiere. Auch der zweite Aufschlag am Frerks Hof klappte gut - so gut, dass die Organisatoren noch auf dem Spielplatz weitere gemeinsame Aktionen erwägten.

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