Symbolische Eröffnung: Superintendent Frank Schneider (v.l.), mit Thorsten Arning (Elektro), Tischler Michael Wierum, Baukirchmeister Andreas Grabe, Pastorin Annette Kleine, die das Band zerschneidet, Architekt Sebastian Ernst (dahinter), den Malern Jörg Klöpping und Frank Stengel, Maurer Hans Lagerquist und Architekt Yannick Ruschke. - © Sibylle Kemna
Symbolische Eröffnung: Superintendent Frank Schneider (v.l.), mit Thorsten Arning (Elektro), Tischler Michael Wierum, Baukirchmeister Andreas Grabe, Pastorin Annette Kleine, die das Band zerschneidet, Architekt Sebastian Ernst (dahinter), den Malern Jörg Klöpping und Frank Stengel, Maurer Hans Lagerquist und Architekt Yannick Ruschke. | © Sibylle Kemna

Brackwede Abschied und Neuanfang im Gemeindehaus der ev. Kirchengemeinde Ummeln

Abschied vom Gemeindeamt und Einweihung des umgebauten Gemeindehauses vereint Wehmut und Freude

Sibylle Kemna

Brackwede. Das seit Januar geschlossene und umgebaute Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Ummeln wurde am Freitag mit einem kleinen Festakt offiziell eingeweiht. Dabei nahm man auch Abschied vom ehemaligen Gemeindeamt. "Einige sehen mit Wehmut, dass dieses Gebäude aufgegeben wird", sagte Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp Herr. "Doch das Geld reicht hinten und vorne nicht, um unsere Gebäude und unser Personal zu halten, und dies war der Ausweg", sagte Pastorin Annette Kleine bei der Andacht in der Kirche. Bis heute gebe es "Wechselbäder der Gefühle", da viele Ummelner mit diesem Haus eine Geschichte verbindet. Viele Gruppen hatten es genutzt, dort waren das Gemeindebüro und die Friedhofsverwaltung untergebracht. Abschied und Veränderung gehören zum Leben "Wir haben ein Gebäude weniger, aber das macht uns nicht ärmer", betonte Kleine und dass Abschied und Veränderung zum Leben gehören. Jetzt ist die Gemeinde in einem Haus zentriert und kann Geld sparen. Was vorher ein Abstell- und ein Garderobenraum war, ist nun das Büro; im großen Saal ist an die Stelle der Bühne das "Kabuff" als Abstellraum getreten. Die blau gestrichene Wand dahinter sei am meisten diskutiert worden, berichtete Architekt Yannick Ruschke schmunzelnd. Die fließende Struktur vom großen Saal bis hin zum neuen Gruppen- und Besprechungsraum mit viel Glas gefiel den Gemeindemitgliedern. "Hell und freundlich, wunderschön, es wirkt jetzt modern", waren die Kommentare zum neu gestalteten Gemeindehaus, das barrierefrei und brandgeschützt ist. Besonders offen wirkte das Haus, weil die Innentür für den Flur nicht rechtzeitig geliefert wurde. Sportlichen Terminplan eingehalten Ruschke bedankte sich bei Baukirchenmeister Andreas Grabe, mit dem er "fachlich kompetent alle heiklen Punkte besprechen" konnte. Die Handwerker, alle aus der Gegend, hätten "Großartiges geleistet", bekundete der Architekt. "Ich bin begeistert." Der "sportliche" Terminplan sei eingehalten worden, "weil alle mitgezogen haben". Die Kirchengemeinde gebe "Orientierung für die Menschen", sagte Kopp-Herr und bedankte sich für das von Herzen kommende Engagement für die Mitmenschen. "Sie waren unter den Ersten, die sich in der Flüchtlingsarbeit einsetzten." Superintendent Frank Schneider segnete das Haus und bat um Gottes Segen "für diesen Ort der Begegnung". Im, nun durch eine mobile Trennwand verbundenen, großen und kleinen Saal sang der Eine-Welt-Chor unter der Leitung von Sebastian Steppeler und testete gleich die Raumakustik. "Klingt immer noch gut", befand Schneider.

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