Wechsel: Pastor Ulrich Meier-Gieselmann (4.v.l.) verabschiedet sich von Eberhard Heyd (v.l.) und Sandra Mehnert und begrüßt Beate Steil-Laubenstein, Dina Meinert und Eckhard Schüttler. - © Sibylle Kemna
Wechsel: Pastor Ulrich Meier-Gieselmann (4.v.l.) verabschiedet sich von Eberhard Heyd (v.l.) und Sandra Mehnert und begrüßt Beate Steil-Laubenstein, Dina Meinert und Eckhard Schüttler. | © Sibylle Kemna

Brackwede Freundeskreis Kirchenmusik Brackwede erkennt den Ernst der Lage

Neuer Vorstand sucht händeringend Gelder, um keine Kürzungen vornehmen zu müssen

Sibylle Kemna

Brackwede. Vor einer Neuausrichtung steht der Freundeskreis Kirchenmusik der Bartholomäus-Kirchengemeinde. "Wir müssen jetzt radikal kürzen und neue Gelder requirieren, sonst ist in zwei Jahren das Geld alle", sagte die neue Vorsitzende Dina Meinert im Vorfeld des Orgelkonzertes von Johannes Vetter am Sonntag. Im Januar waren Meinert als Vorsitzende, Beate Steil-Laubenstein als Schriftführerin und Eckhard Schüttler als Kassenführer gewählt worden und hatten Sven Schäffer, Eberhard Heyd und Sandra Mehnert abgelöst. In den darauffolgenden Wochen hatten sie sich in die Satzung und Umsätze eingearbeitet und einen Spendenaufruf gestartet, der bereits gute Resonanz zeigt. "Wir haben den Ernst der Lage erkannt und offenbar auch vermittelt", sagte Meinert. "Wenn wir die Kirchenmusik in Brackwede in der Qualität aufrecht erhalten wollen, müssen wir uns finanziell auf andere Beine stellen", erklärte Schüttler, der sowohl in der Kantorei singt, als auch im Ensemble spielt. Wie es die Satzung vorsieht, fördert der Freundeskreis die Kirchenmusik der Gemeinde, unterstützt musikalische Auftritte in Gottesdiensten und Konzerten, fördert die kirchenmusikalische Ausbildung und sorgt für die Pflege der kostbaren Instrumente, insbesondere der Rowan-West-Orgel in der Bartholomäuskirche. Der Freundeskreis ist zudem Träger der gemeindeeigenen Chorschule. Außerdem finanziert der Verein, der rund 50 Mitglieder hat, ein Drittel der Dreiviertel-Stelle von Kantorin Olga Minkina. Diese ist derzeit im Mutterschutz, wird in den Gruppen vertreten und im November wieder im bisherigen Umfang anfangen. "Da sind wir auch Arbeitgeber und haben viel Verantwortung", sagte Meinert, die mit Schüttler bereits ein Fortbildungsseminar für Fördervereine von Kirchenmusik besucht hat. "Uns liegt sehr daran, dass Olga Minkina bleibt", betonte Meinert. Über diese engagierte und hoch qualifizierte Kantorin, die 2017 einen weiteren hochkarätigen Orgelabschluss in Amsterdam gemacht hat, könne sich der Bielefelder Süden nur freuen. "Die Brackweder Kirchenmusik strahlt wie ein Leuchtturm", meinte auch Schüttler. Deshalb sucht der Vorstand nun weitere Mitglieder und -streiter sowie Sponsoren und will sein Anliegen laut hinausposaunen. Nächstes Vorhaben ist ein offenes Singen und Musizieren beim Gemeindefest am 1. Juli. Pfarrer Ulrich Meier-Gieselmann bedankte sich beim bisherigen Vorstand für seine Arbeit. "Der Freundeskreis ist nicht wegzudenken aus dem musikalischen Leben dieser Gemeinde", sagte er und erinnerte daran, dass man vor drei Jahren händeringend Nachfolger für die damaligen Gründermütter und -väter des Freundeskreises gesucht habe und froh über das Engagement von Sven Schäffer, Eberhard Heyd und Sandra Mehnert gewesen sei.

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