Hochzeitskonvoi führt zu einem Großeinsatz der Polizei in Bielefeld-Brackwede.
Hochzeitskonvoi führt zu einem Großeinsatz der Polizei in Bielefeld-Brackwede.

Bielefeld Hochzeitskonvoi in Bielefeld-Brackwede gerät außer Kontrolle

Teilnehmer greift Polizisten an

Susanne Lahr

Bielefeld-Brackwede. Die Freude über eine Hochzeit ist am Samstagnachmittag derart aus dem Ruder gelaufen, dass ein größerer Polizeieinsatz nötig wurde. Auslöser war ein Autokorso der Hochzeitsgesellschaft durch den Bielefelder Süden mit 25 bis 30 Fahrzeugen. Einer der Teilnehmer landete sogar auf der Wache. Ihn erwartet jetzt eine Anzeige wegen Widerstands gegen Polizeibeamte. Kreuzungen blockiert Der Konvoi löste bei anderen Verkehrsteilnehmern nicht nur freundliche Blicke aus. Unter anderem blockierte er diverse Kreuzungen. Eine Streifenwagenbesatzung der alarmierten Polizei stieß im Bereich Senner Straße/Kammerichstraße auf den Korso. Im Rahmen der Verkehrskontrolle wurden die Teilnehmer aufgefordert, die Straße zu räumen. Dies kam bei Teilen der Hochzeitsgesellschaft offenbar nicht so gut an. Sie wollte dem Platzverweis nach Auskunft der Polizei nicht Folge leisten. Ein Fahrer, der ausgestiegen war, reagierte besonders aggressiv, legte sich mit den Polizisten an. Den Worten folgten schließlich Taten, der Betreffende schubste einen der Beamten. Nach den Worten von Polizeisprecherin Hella Christoph sei die unbeherrschte Person fixiert worden. Daraufhin sei es zur Rudelbildung gekommen und die Beamten hätten angesichts der Masse und der in dem Moment unberechenbaren Situation Unterstützung herbeigerufen. Mehr als zehn Fahrzeuge, so Christoph, seien in Brackwede aufgefahren. Schüsse aus Schreckschusspistole Nach rund einer Stunde habe sich dann die Aufregung gelegt und der Konvoi aufgelöst. Vor gut vier Jahren hatte schon einmal ein Hochzeitskonvoi für Aufsehen gesorgt. Damals war mit einer Schreckschusspistole in die Luft geschossen worden. Gegen den Bräutigam bestanden zudem zwei Vollstreckungshaftbefehle. Die Hochzeitsgäste legten damals zusammen und bezahlten die Geldstrafen.

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