Quelle Bielefelds einzige funktionierende Wassermühle ist komplett eingefroren

Winterschlaf endet am 21. April

Susanne Lahr

Quelle. Sie ist die letzte noch funktionstüchtige Mühle in Bielefeld: Niemöllers Mühle in Quelle. Über die kalte Jahreszeit ist sie geschlossen, befindet sich bis zur Saisoneröffnung am 21. April im Winterschlaf. Hoch "Hartmut" sorgt mit seinen strengen Frösten dafür, dass das Mühlrad mehr und mehr nach Winter aussieht. Lange Eiszapfen haben sich gebildet, auch direkt daneben hat das Spritzwasser künstlerische Eisformationen gebildet, die in der Wintersonne glänzen. Vom Frühling ist noch keine Spur, auch wenn er für die Meteorologen am 1. März begonnen hat. Doch "Hartmut" wird es mit "Ulrike" zu tun bekommen, und die soll laut Deutschem Wetterdienst milde Luft aus dem Mittelmeer zu uns bringen. Doch es wird wohl noch ein bisschen dauern, bis das Mühlrad wieder gänzlich auftaut. Sie ist übrigens an dieser Stelle schon seit 1535 in den Annalen erwähnt. In einem Abgabenverzeichnis (urbar) von 1556 wird ein Johan Niemolner als Besitzer genannt. Die Mühle arbeitete unter dem letzten Müller August Niemöller bis in die 1950er Jahre hinein. 1980 hat die Stadt Bielefeld die Mühle samt Hofanlage gekauft. Eine Gruppe Queller fand sich 1984 zusammen, um die alte Mühle zu retten, bis 1991 wurde das Mühlengebäude restauriert. In diesem Jahr gründete sich auch der Verein der Freunde und Förderer der Mühle Niemöller, der den Wiederaufbau weiter vorangetrieben hat. Seit 1994 ist die Mühle wieder eröffnet und wird seither fleißig genutzt.

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