Symbolische Schlüsselübergabe: Pfarrer Ulrich Meyer-Gieselmann (v.l.) und Kirchbaumeisterin Petra Seifert geben das Gustav-Münter-Haus (r.) in die Hände von Ulrich Weber, Ulrich Zöllner, Wibke Dienelt und Linda Kühling von Bethel regional. Hinten ist das bisherige stationäre Angebot „Wohnen am Stadtring“ zu sehen, das es seit dem Jahr 2000 an der Stelle gibt. - © Susanne Lahr
Symbolische Schlüsselübergabe: Pfarrer Ulrich Meyer-Gieselmann (v.l.) und Kirchbaumeisterin Petra Seifert geben das Gustav-Münter-Haus (r.) in die Hände von Ulrich Weber, Ulrich Zöllner, Wibke Dienelt und Linda Kühling von Bethel regional. Hinten ist das bisherige stationäre Angebot „Wohnen am Stadtring“ zu sehen, das es seit dem Jahr 2000 an der Stelle gibt. | © Susanne Lahr

Brackwede Gustav-Münter-Haus wird umgebaut

Verkauft: Bethel regional wird dort Appartements für ambulant-betreutes Wohnen einrichten, das Begegnungszentrum zieht von der Hauptstraße dorthin

Susanne Lahr

Brackwede. Die Spatzen haben es schon lange von den Dächern gepfiffen, doch jetzt ist es ganz offiziell. Das Gustav-Münter-Haus der Bartholomäusgemeinde ist an die von Bodelschwinghschen Stiftungen verkauft. Der Stiftungsbereich Bethel regional wird das Haus zu einem Wohnheim und zu einem Begegnungszentrum umbauen. Am Dienstagmorgen fand die symbolische Schlüsselübergabe statt. Kirchbaumeisterin Petra Seifert reichte den Schlüssel weiter an Ulrich Weber, Regionalleitung bei Bethel regional für den Bielefelder Süden. Pfarrer Ulrich Meyer-Gieselmann sagte noch einmal, wie schwer es gefallen sei, das ehemalige Hauptgemeindehaus von Bartholomäus aufzugeben. „Aber drei Häuser können wir uns nicht mehr leisten.“ Daher sei der Kirchenvorstand glücklich, dass mit Bethel eine diakonische Einrichtung übernimmt. Das 1.800 Quadratmeter große Grundstück ist in Erbpacht vergeben, das Haus verkauft. „Es war ein langer Übernahmeprozess“, schilderte Ulrich Weber, der aber genauso froh ist, dass die Verhandlungen zu einem guten Abschluss geführt haben. So kann Bethel regional das Angebot an dieser Stelle, dass es seit 2000 gibt, noch ausweiten. Zentrale Lage macht das Wohnen dort attraktiv Aus dem „Wohnheim am Stadtring“ wird künftig das Angebot „Begegnung und Wohnen am Stadtring.“ Weber erläutert, dass in einem Teil des Gustav-Münter-Hauses rund zehn bis zwölf Appartements entstehen. Dort sollen beeinträchtige Menschen wohnen, die eine intensiv-ambulante Betreuung benötigen. Die Idee dahinter: größtmögliche Selbstständigkeit bei hoher Unterstützungssicherheit. Nebenan sind 24 stationäre Plätze. „Wir haben das neue Angebot bereits kommuniziert, und es besteht ein großes Interesse unserer Bewohner“, schilderte Ulrich Weber. Tagesgestaltung und Begegnungszentrum direkt nebenan, zudem in zentraler Lage, mache die Sache noch attraktiver. Der vorhandene große Saal des Gustav-Münter-Hauses bleibt, wird aber ebenfalls umgestaltet. So wird die Bühne entfernt, die Empore verkleinert. Auf dieser Fläche von rund 250 Quadratmetern wird künftig auch das Begegnungszentrum Brackwede zu finden sein. Ulrich Zöllner, Bereichsleiter für die tagesgestaltenden Angebote, erklärte, dass das Zentrum von der Hauptstraße 50-52 dorthin umziehen wird. Der Innenhof soll auch noch umgestaltet werden, so dass sich Bewohner und Besucher bei schönem Wetter auch draußen aufhalten können. Etwa im Sommer 2019 bezugsfertig Derzeit wird der Bauantrag vorbereitet. „Wenn alles okay ist“, sagte Weber, „gehen wir davon aus, dass die Umbauarbeiten im späten Frühjahr beginnen.“ Er rechnet grob mit einer Bauzeit von einem Jahr. Über die genauen Investitionskosten mag er nicht reden, zumal es noch keine belastbaren Zahlen gebe. Aber: „Es ist schon eine große Summe.“ Abzureißen und neu zu bauen, hätte sich jedenfalls nicht gerechnet, sagt Ulrich Weber. „Außerdem ist es doch ein schönes Gebäude. Vor allem der große Saal hat uns begeistert.“ Das Gustav-Münter-Haus werde nach dem Umbau eine „tolle Erweiterung des Angebotes in Brackwede sein“. Und Ulrich Zöllner geht davon aus, dass das Begegnungszentrum aufgrund der räumlichen Nähe auch am neuen Standort funktioniert. Die tagesgestaltenden Angebote werden zurzeit von rund 20 Personen genutzt. Das Begegnungszentrum steht als inklusives Angebot allen Bürgerinnen und Bürgern offen.

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