Mitwirkende: Karl-Herrmann Vagt , Vorsitzender vom Landesverband NRW(v.l.), stellvertretender Bundesvorsitzender Hans-Ulrich Funk, Frauenbeauftragte Henriette Schallenberg, Jugendbeauftragte Antje Totzek, Klaus Michael Krawczyk, Jugendbeauftragte Iris Koll und Männerbeauftragter Heinz Hoven vom Blauen Kreuz. - © Carolin Riethmüller
Mitwirkende: Karl-Herrmann Vagt , Vorsitzender vom Landesverband NRW(v.l.), stellvertretender Bundesvorsitzender Hans-Ulrich Funk, Frauenbeauftragte Henriette Schallenberg, Jugendbeauftragte Antje Totzek, Klaus Michael Krawczyk, Jugendbeauftragte Iris Koll und Männerbeauftragter Heinz Hoven vom Blauen Kreuz. | © Carolin Riethmüller

Brackwede Suchtselbsthilfe stellt ihr Jahresprogramm vor

Austausch mit spezieller Gruppe für homosexuelle Suchtkranke geplant

Brackwede (ckr). Zu einer Planungs- und Vorständekonferenz sind jetzt Vertreter des Blauen Kreuzes aus ganz Nordrhein-Westfalen nach Brackwede gekommen. Das BKE, die Suchtselbsthilfe in der Evangelischen Kirche, hat rund 1.000 Mitglieder, dabei überwiegen die Ehrenamtlichen. Sie bilden die Basis des BKE-Netzwerkes und seiner Ortsvereine. Marianne Sasse ist eine der wenigen Hauptamtlichen. Die Soziologin berichtete den etwa 50 Tagungsteilnehmern im Bartholomäusgemeindehaus, was sich das BKE in diesem Jahr programmatisch vorgenommen habe. Neben den altbewährten Tagungen zur Suchthilfe und den Angeboten, die helfen sollen, ein selbstbestimmtes Leben ohne Abhängigkeit von Suchtmitteln zu führen, gibt es Angebote, die Gesundheit und Geselligkeit vereinen sollen. Unter anderem sind eine Radtour und eine Tageswanderung geplant. Statt des bisherigen "Stressfrei-Seminars" soll es dieses Mal ein "Märchenseminar" geben. Hierbei gehe vor allem darum, so Marianne Sasse, in die Märchen abzutauchen und sich selbst anders zu erleben. Zusätzlich sollen die Angebote für die Angehörigen ausgebaut werden, denn diese würden durch eine Sucht auch immer in Mitleidenschaft gezogen, erklärte BKE-Pressesprecher Jürgen Hütter. Partner und Kinder aus suchtbelasteten Familie sind in das Hilfssystem des BKE integriert. Außerdem hatten die Tagungsteilnehmer die Möglichkeit, noch Anregungen zu den Programmpunkten für 2019 zu geben. Neben den "Bergkamener Tagen", an denen Mitglieder aus ganz NRW die Chance haben sich zu treffen, soll beispielsweise ein Austausch mit der Schalk-Suchthilfe stattfinden. Diese richtet sich speziell an Schwule und Lesben. "Was macht homosexuell und suchtkrank sein anders, als heterosexuell und suchtkrank zu sein, wird eine der Fragen sein, denen wir uns dort widmen wollen", erklärt Sasse. Die Arbeit des Ortsverbands Brackwede teilt sich laut dessen 1. Vorsitzenden Hartmut Sohrmann in offene Gesprächskreise zu aktuellen Thematiken und spezielle themenorientierte Veranstaltungen. 2018 spielen auch Bereichen wie Selbsthilfe, Rückfall, Vorsätze, Mediensucht und der Umgang mit Kränkungen eine Rolle. Der Gesprächskreis trifft sich jeden Mittwoch im Bartholomäusgemeindehaus ab 18 Uhr, jeder Monat ist einem anderen Thema gewidmet.

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