Der neue Vorstand: Marlene Burmester (v. l.), Daniel Hoogenboom, Toni Martic, Karl-Uwe Eggert, Daniel Klösener und Ansgar Pogatzki wollen die Werbe- und Interessengemeinschaft für die nächsten zwei Jahre leiten. - © Judith Gladow
Der neue Vorstand: Marlene Burmester (v. l.), Daniel Hoogenboom, Toni Martic, Karl-Uwe Eggert, Daniel Klösener und Ansgar Pogatzki wollen die Werbe- und Interessengemeinschaft für die nächsten zwei Jahre leiten. | © Judith Gladow

Brackwede Neues Team der WIG will politisieren

Karl-Uwe Eggert leitet von nun an die Geschicke der Werbe- und Interessengemeinschaft Brackwede. Kampf gegen Hochbahnsteig ein Schwerpunkt

Judith Gladow

Brackwede. Es war ein langer Abend für die Mitglieder der Werbe- und Interessengemeinschaft (WIG) Brackwede, die zur Jahreshauptversammlung gekommen waren. Gustav Wiedey verabschiedete sich als Vorsitzender mit einem ausführlichen Statusbericht, der die Verluste durch drei vom Wetter gestrafte Veranstaltungen widerspiegelte. Und schließlich wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand mit Karl-Uwe Eggert als Vorsitzenden, der der WIG von nun an ein Programm geben will. Dazu gehört für Eggert, der bis 2016 die Parfümerie Plassmann betrieb, den Wert des Brackweder Zentrums herauszuarbeiten, das er als „gewachsenes Zentrum des Südens“ bezeichnet. Ebenfalls in seiner Programmatik enthalten sind zwei Problemthemen: der Treppenplatz, wo „Leute rumlungern und trinken“, und der geplante Hochbahnsteig auf der Hauptstraße. Themen, zu denen er sich als Mitglied der CDU-Fraktion in der Brackweder Bezirksvertretung deutlich positioniert hatte. Mehrjährige Sperrung macht Angst „Ein Hochbahnsteig würde das Zentrum von Brackwede total zerstören“, sagte Eggert. „Ich bin da auch persönlich sehr involviert.“ Sein Sohn Martin Eggert ist einer der Vertretungsberechtigten der Bürgerinitiative zum Erhalt der Hauptstraße. Besonders kritisch sieht Karl-Uwe Eggert die mehrjährige Sperrung der Hauptstraße, die mit dem Umbau einhergehen soll. „Das würden nur wenige Geschäfte durchhalten können“, sagte er, und die Anwesenden nickten bestätigend. Zudem müssen er und sein Team sich den wirtschaftlichen Herausforderungen der Gemeinschaft stellen, die 2017 einige finanzielle Einbußen hinnehmen musste. Beim Brackweder Frühling war schlechtes Wetter, der Adventsmarkt musste wegen Schneefalls abgebrochen werden und die Glückstalertage, die 2016 mehr als 12.000 Euro Gewinn in die Kassen gespült hatten, waren zwei Tagen vom Regen geplagt. LED-Weihnachtslichter sparen Strom Eine Investition in die Umstellung der Weihnachtsbeleuchtung auf LED kam noch hinzu, wobei sich die laut Wiedey rentieren wird. „Wir konnten die Stromrechnung um etwa 2.000 Euro senken.“ Unter dem Strich stehen rund 15.000 Euro Verlust – bisher. Denn es fehlen noch Zahlungen durch Schausteller und Rechnungen eines Dienstleisters, der WIG-Mitglied ist. Über die Zusammenarbeit mit diesem wurde lange diskutiert, obwohl der Betreffende nicht anwesend war. „Wir müssen uns wegen der Kosten ja rechtfertigen“, erklärte der 2. Vorsitzende Frank Oesterwinter, der sich später nicht mehr zur Wahl stellte. Ebenfalls diskutiert wurde eine zeitliche Verlegung sowohl des Brackweder Frühlings (auf die Zeit um den 1. Mai) als auch des Adventsmarkts (auf das erste Adventswochenende). Für dieses Jahr stehen die Daten für die drei großen WIG-Veranstaltungen aber schon fest.

realisiert durch evolver group