Schlüsselübergabe: Udo Reimers vom Verband Evangelischer Kirchengemeinden Brackwede (5.v.l.) übergibt symbolisch an Uli Gödde von den Falken. Mit dabei sind Maik Quernheim (v.l.), Kai Feltes, Sozialdezernent Ingo Nürnberger, Jugendausschussvorsitzende Regine Weissenfeld, Michael Schütz, Jugendamtsleiter Georg Epp und Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr. - © Susanne Lahr
Schlüsselübergabe: Udo Reimers vom Verband Evangelischer Kirchengemeinden Brackwede (5.v.l.) übergibt symbolisch an Uli Gödde von den Falken. Mit dabei sind Maik Quernheim (v.l.), Kai Feltes, Sozialdezernent Ingo Nürnberger, Jugendausschussvorsitzende Regine Weissenfeld, Michael Schütz, Jugendamtsleiter Georg Epp und Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr. | © Susanne Lahr

Brackwede Das JZ Stricker gehört jetzt zu den Falken

Auf dem bewährten Fundament – Personal und Programm – soll langsam Neues wachsen. Ferienspiele werden ausgeweitet

Susanne Lahr

Brackwede. Die Falken-Familie in Bielefeld hat Zuwachs bekommen. Seit Jahresbeginn gehört das Jugendzentrum Stricker dazu. Der Trägerverein zur Förderung der Jugendarbeit hat die Einrichtung an der Gaswerkstraße vom Verband Evangelischer Kirchengemeinden in Brackwede übernommen. Personal und Programm bleiben erhalten, neue Projekte sollen auf dem bewährten Fundament entwickelt werden. Uli Gödde, Geschäftsführer der Falken, ist wie alle übrigen Beteiligten froh über den gelungenen Betriebsübergang; froh, mit den erfahrenen Mitarbeitern weiterarbeiten zu können. Maik Quernheim, Kai Feltes und Jaqueline Strecker (aktuell in Elternzeit) sind die drei Hauptamtlichen im Stricker. Fortgesetzt werden sollen laut Gödde nicht nur die Angebote in der Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit. Auch die Kooperation mit dem Diakonieverband Brackwede hat Bestand. Konzerte im JZ finden weiterhin statt Daher wird es weiterhin den Mittagstisch im Kinderbereich geben, die Schulkramkiste sowie das Berufsfindungsprojekt Perspektive Job. Ausweiten wollen die Falken die Ferienspiele: zwei Wochen in Oster- und Herbstferien sowie in den letzten drei Wochen der Sommerferien – in Zusammenarbeit mit dem Stadtbezirk Brackwede. Michael Schütz, Abteilungleiter für die offene Kinder- und Jugendarbeit, sieht viele Schnittmengen zu den anderen Jugendeinrichtungen der Falken, Falkendom, Kamp, die mobile Jugendarbeit in Quelle sowie die Ganztagsbildung an zahlreichen Bielefelder Schulen. Als Beispiele nennt er die Jugend-Kulturarbeit (vor allem die Konzerte, die im Stricker ungestört stattfinden können), die Arbeit mit Menschen mit Fluchterfahrung, die inklusiv gestalteten offenen Angebote. Gerade im letztgenannten Bereich sieht Uli Gödde insgesamt noch Luft nach oben. In Bielefeld werde aktuell über Kompetenzzentren inklusiver Jugendarbeit diskutiert. „Ich halte das Stricker für absolut geeignet“, so Gödde. Sozialdezernent Ingo Nürnberger ergänzt: „Wir wollen über die Stadt verteilt Jugendeinrichtungen haben, die dank Ausstattung, Barrierearmut und fortgebildeten Mitarbeitern besonders gut mit beeinträchtigten Kindern umgehen können.“ Im Prinzip eine Fortsetzung des abgeschlossenen Projektes „Freiräume“, mit dem Falken, Jugendring und Bethel drei Jahre erprobt haben, wie man offene Kinder- und Jugendarbeit verstärkt für Inklusion öffnen kann. Inklusives Café Mops ein Vorzeigeobjekt Ein kleines Vorzeigeobjekt in dieser Richtung gibt es bereits im Stricker: das Kulturcafé Mops immer donnerstags von 15.30 bis 20 Uhr – ein Kooperationsprojekt mit der Schule am Möllerstift und der Schule am Niedermühlenhof. „Da herrscht immer eine besondere Atmosphäre“, betont JZ-Leiter Maik Quernheim. Gewünscht ist auch eine engere Verzahnung mit Realschule und Gymnasium. Quernheim vertritt die Auffassung, dass die offene Kinder- und Jugendarbeit in ihrer Bedeutung nach wie vor unterschätzt werde. Sie sei ein wichtiger Freiraum, in dem Kinder und Jugendliche sich entwickeln und engagieren können, in dem sie nicht bewertet werden, wo sie sich Rat holen können. Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr sieht die Jugendzentren auch als Garanten für gleichberechtigte Teilhabe. „Wir brauchen starke Kinder und Jugendliche.“

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