Ummeln/Steinhagen Ärgerlich: Lückenschluss der A33 nach Halle verzögert sich

Bilanz: Der Bündnisvorsitzende von "A 33 sofort" nimmt "Straßen.NRW" wegen der sich verspätenden Eröffnung der Strecke Künsebeck-Ummeln in Schutz, will die Entwicklung aber beobachten

Ummeln/Steinhagen. Für das Aktionsbündnis "A 33 sofort" zog der Vereinsvorsitzende und Landrat Sven-Georg Adenauer (Gütersloh) eine Jahresbilanz: "Eigentlich hätten wir jetzt die Eröffnung des Teilstücks von Ummeln nach Künsebeck feiern wollen. Schade, dass wir darauf jetzt noch weitere Wochen warten müssen." Fünf Jahre sind vergangen seit dem ersten Spatenstich im Dezember 2012. Bis vor wenigen Wochen galt der Bau der A 33 zwischen Ummeln und Künsebeck noch als "im Plan", dann zogen die Bauverantwortlichen von Straßen.NRW in Bielefeld im letzten Moment die Reißleine für den anvisierten Eröffnungstermin. Lärmschutzwände nicht rechtzeitig fertig Grund war ihre Einschätzung, dass die für den Bau der Lärmschutzwände zuständige Firma nicht rechtzeitig fertig werden konnte. Das hatte zur Folge, dass auch weitere Arbeiten nicht mehr passend zum Eröffnungstermin abgeschlossen werden konnten. Adenauer reagierte auf Kritik am Vorstand des Aktionsbündnisses, dass dieser zu viel Verständnis für die Verzögerung gezeigt habe. "Wir wussten schon Wochen vorher, dass es bei den Lärmschutzwänden eng werden könnte. Wir waren aber auch sicher, dass die Bauleiter alles daransetzen würden, die beauftragte Firma zu bewegen." Bei jedem Bauprojekt, so Adenauer, gebe es im Zeitplan einen "point of no return", also ein Datum, an dem ein geplanter Eröffnungstermin abgesagt und verschoben werden muss. Der erlebte Fall, dass ein einziger Baubeteiligter einen solchen wichtigen Termin kippen kann, zeige jedoch einmal mehr, wie abhängig die Verantwortlichen von den Unternehmen sind. Weil der Austausch der Baufirma noch viel mehr Zeitverzug mit sich gebracht hätte, mache es wenig Sinn, die Bauleitung zu schelten. Grundsätzlich sei das Aktionsbündnis zufrieden mit dem Baufortschritt. Bis zum endgültigen Lückenschluss bis Borgholzhausen, der Ende 2019 geplant ist, seien es noch gut 700 Tage: "Wir werden wachsam bleiben und eingreifen, wo und wann immer wir etwas bewegen können."

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