Vielseitig: Gisela Geisweid (v.l.), Angelika und Claus-Henning Ammann, mit Werken von Willy Ammann, von denen er seinen Kindern mehr als 1.000 hinterlassen hat. - © Susanne Lahr
Vielseitig: Gisela Geisweid (v.l.), Angelika und Claus-Henning Ammann, mit Werken von Willy Ammann, von denen er seinen Kindern mehr als 1.000 hinterlassen hat. | © Susanne Lahr

Brackwede Kunstgalerie im Gemeindehaus von Bartholomäus pausiert

Heute Abend Vernissage: Die Ausstellung mit Werken von Willy Ammann ist die vorletzte, die Gisela Geisweid kuratiert. Erlös kommt der Gemeinde zugute

Susanne Lahr

Brackwede. Die Kunstgalerie im Bartholomäus-Gemeindehaus hat sich im Laufe der vergangenen sechs Jahre zu einer festen künstlerischen Adresse entwickelt. Zu verdanken ist dies Kuratorin Gisela Geisweid. Die Ärztin, die selbst seit gut 30 Jahren malt, hat so manch interessanten Künstler geholt. Jetzt wird die Galerie eine Pause einlegen. Gisela Geisweid gibt das Amt der künstlerischen Leiterin nach der letzten Ausstellung im Frühjahr 2018 ab. Zudem gibt es Veränderungen in der Nutzung des Gemeindehauses. So hält bald die Jugend Einzug, ein deutliches Zeichen ist beispielsweise der Billard-Tisch im Foyer. Auf ihm liegen Bilder der aktuellen Ausstellung, die am heutigen Abend eröffnet wird. „Es ist aber keinesfalls so, dass die Kunst auszieht, weil die Jugend kommt“, betont Presbyterin Marie-Luise Marufke, „Wir freuen uns darauf, dass die jungen Leute aus dem Gustav-Münter-Haus zu uns kommen und wir ein lebendiges Haus haben.“ Allerdings müssten sich im dann einzigen Gemeindehaus von Bartholomäus die Abläufe erst einmal einspielen. Die angedachte einjährige Pause soll auch dazu dienen, einen neuen künstlerischen Leiter oder eine neue Leiterin zu finden. Dem Künstler Willy Ammann ist die Ausstellung gewidmet, die um 18.30 Uhr eröffnet wird. Es handelt sich um den Vater von Claus-Henning Ammann, der mit seiner Frau Angelika den Gemeindemitgliedern seit den Vorbereitungen für die 800-Jahr-Feier der Gemeinde 2016 bestens bekannt ist. Die Beiden haben den Zeitstrahl-Leporello verfasst und die Jubiläumsausstellung in der Bartholomäuskirche mit vorbereitet. Willy Ammann (1916-1983) lebte in Hude bei Oldenburg, war Kunsterzieher und vielseitiger Künstler. Mehr als 1.000 Werke hat er seinen drei Kindern Claus-Henning, Wiebke und Doris hinterlassen, die nun erstmals etwa 70 Bilder öffentlich ausstellen und – zugunsten der Gemeinde – auch zum Verkauf anbieten. Die Werke stammen überwiegend aus der Nachkriegszeit. Gisela Geisweid, die selbst gerne zeichnet, mag gerade Ammanns reduzierte Bilder. In Öl, als Aquarell, Linolschnitt, Tusche; abstrakt, gegenständlich, fantasievoll – es gibt jedoch viele Techniken und Motive zu entdecken. Geöffnet ist die Ausstellung bis 18. Februar, immer sonntags von 10 bis 12 Uhr und montags von 15 bis 16.30 Uhr sowie nach Vereinbarung.

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