Brackwede/Isselhorst Traditionsgaststätte Upmann soll wieder Restaurant und Kneipe werden

Bauantrag: Der Eigentümer rechnet Anfang 2018 mit der Genehmigung. Für beide Nutzungsoptionen gibt es Interessenten

Rainer Holzkamp

Brackwede/Isselhorst. Ein Neuanfang in der seit sieben Jahren leer stehenden und dem Verfall preisgegebenen Gaststätte Upmann an der B 61 rückt näher. Die Bauvoranfrage sei positiv beschieden worden, sagt Rick Mädel, Geschäftsführer von HagedornRevital, einer Tochtergesellschaft des neuen Eigentümers der Immobilie, der heimischen Hagedorn-Gruppe, die sich neben dem Abriss inzwischen auch dem Thema Wiederaufbau widmet. Anfang kommenden Jahres rechnet Mädel mit der Baugenehmigung, die ebenfalls beantragt ist. Den Eingang der Unterlagen bestätigte die Gütersloher Stadtverwaltung. Unterdessen gab Mädel Anfang der Woche einige Details preis. Bauen im Bestand: Demnach konzentriert sich das Vorhaben im Wesentlichen auf den Bestand; das gilt sowohl für die Nutzung als auch in baulicher Hinsicht. Sonst wäre es aufgrund baurechtlicher Beschränkungen auch aussichtslos, von den Behörden grünes Licht zubekommen. Freilich laufen derzeit aber auch schon genehmigte Abrissarbeiten an einem Gebäudeteil an der Isselhorster Straße. Es handelt sich um eine ehemalige Remise, die bereits in sich zusammengefallen und nicht mehr zu retten war. Die anderen Gebäudeteile sollen erhalten, ertüchtigt und modernisiert werden. Beispielsweise wurden an der Fassade bereits alte Gefache und Ziegelmauerwerk freigelegt. Nutzungen wie einst: Laut Mädel ist ein Restaurant mit Kneipe vorgesehen. Auch der Saal samt alter Bühne soll etwa für kleinere Firmenveranstaltungen bald wieder zur Verfügung stehen. Daneben ist die Eröffnung einer Bäckerei geplant. Auch für diese Nutzung gebe es ein historisches Vorbild. Mädel verweist auf eine Backmanufaktur, die hier zeitweise untergebracht war. "Wir haben einen alten Backofen gefunden, den wir in irgendeiner Form wieder reaktivieren wollen." Gutachten erstellt: Hinzu kommt ein größerer Biergarten mit Außengastronomie. Die Größe des Grundstücks von 13.900 Quadratmetern ermögliche einige Spielräume, erläutert Mädel. Das gelte auch für die notwendigen Parkplätze. Klar sei, dass die Erschließung nicht über die Bielefelder Straße (B 61) erfolgen könne, sondern nur über die bestehende Zufahrt an der Isselhorster Straße. Es sei kein Problem, mit den Parkplätzen auch genügend weit abzurücken von der Straße. Der neue Eigentümer hatte laut Mädel eigens ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben. Danach seien keine Probleme zu erwarten, meint Mädel. Zwei Varianten: Zum Bauantrag gehört auch ein Nutzungskonzept in zwei Varianten - die eine ist mehr, die andere weniger anspruchsvoll. Mal mit Delikatessen-Abteilung, mal ohne. Es gebe für beide Optionen Interesse von Betreibern, sagt Mädel. Wie berichtet, zählt Einzelhändler Schenke zu den Aspiranten. Aber auch mit einem anderen lokalen Unternehmen seien erfolgreich Gespräche geführt worden.

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