Erdi als Cherusker: Künstlerin Ingrid Ohm zeigt ein winziges Erdmännchen in großen und kleinen Situationen. - © Christine Panhorst
Erdi als Cherusker: Künstlerin Ingrid Ohm zeigt ein winziges Erdmännchen in großen und kleinen Situationen. | © Christine Panhorst

Quelle Kleines Erdmännchen ganz groß

Ausstellung: 30 Werke der „Multiple Mini Art“ von Ingrid Ohm im Zweischlingen zu sehen

Kristoffer Fillies

Quelle. Nur fünf Zentimeter groß ist Erdi, der Protagonist auf den Fotos der Künstlerin Ingrid Ohm. Eingebettet in für Menschen typische Situationen wirkt das kleine Erdmännchen aber viel größer – dabei sind die Requisiten auf den Fotos so klein wie das Erdmännchen. „Multiple Mini Art" nennt die Künstlerin Ingrid Ohm die Foto-Ausstellung, die jetzt im Restaurant Zweischlingen zu sehen ist.  Es ist Kunst im Miniaturformat. Ob Erdis Kleidung, die unterschiedlichen Gegenstände, wie Schwimmreifen und Stühle, oder die Kulissen, in denen das Erdmännchen zu sehen ist: Ohm hat alles selbst gebastelt und fotografiert. Kunst unter der Lupe „Nichts ist am Computer entstanden, sondern mit den Händen unter der Lupe", sagt die 57-Jährige. Schon lange beschäftigte sie sich mit dem Kreieren und Schneidern eigener Mode sowie mit der Fotografie. 2007 kam dann das kleine Erdmännchen aus Plastik hinzu und sie verband alle drei zur Fotoreihe „Multiple Mini Art". Seit 2012 stellt Ohm ihre Werke aus, und es kommen immer weitere dazu. Die Fotos zeigen Erdi in unterschiedlichen Situationen, zum Beispiel als Imbissbetreiber einer Dönerbude oder als Hexe verkleidet in der Nacht. Ohm erklärte während der Vernissage, wie ihre Werke entstehen. „Meistens überlege ich mir das Kostüm für Erdi zuerst", sagte sie. „Daraus entstehen dann die Situationen und Kulissen, in der er sich befinden soll." Schilf aus Rucola-Blättern So zeigt das Werk „Heute werde ich es wagen" das Erdmännchen in Badehose kurz vor dem Sprung in einen Teich. Ein echter Teich ist es nicht, Ohm hat dafür Wasser in eine Tupperschale gefüllt. Und das echt anmutende Schilf ist tatsächlich aus Rucola-Blättern. „Die Hintergründe der Bilder entstehen zuletzt", erklärte Ohm. Dafür streift sie durch Bielefeld und fotografiert, was ihr vor die Kameralinse kommt. Auf einem der Fotos ist die steinerne Unterführung neben dem City-Kloster am Klosterplatz zu erkennen. „Auf die vielen Ideen zu kommen, wohin es Erdi als nächstes verschlägt, ist beeindruckend", findet Cornelius Martin vom Zweischlingen. Die Ausstellung der 30 Werke ist für drei Monate zu sehen.

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