Das geplante Werk im Kreis Höxter soll durch die NRW-Bank abgesichert werden. - © FOTO: DPA
Das geplante Werk im Kreis Höxter soll durch die NRW-Bank abgesichert werden. | © FOTO: DPA

Höxter/OWL Landesgeld für geplantes Ökokraftwerk in Höxter

Risikoübernahme durch NRW-Bank im Gespräch

Bielefeld/Höxter. Die Planungen für ein 500 Millionen Euro teures Pumpspeicherkraftwerk, das im Kreis Höxter gebaut werden soll, könnten durch Fördergelder des Landes abgesichert werden.

Derzeit laufen Gespräche zwischen dem Aachener Unternehmen Trianel und der NRW-Bank, wie ein Sprecher des Landesumweltministeriums bestätigte. Es gehe dabei um die Frage, "wie eine gewisse Phase der Planungszeit in welcher Form abgesichert wird".

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Wie diese Zeitung erfuhr, hat Trianel den Wunsch geäußert, dass das Land im Fall eines Abbruchs des Nethe-Projekts bei Beverungen (Kreis Höxter) aus wirtschaftlichen Gründen Teile der bis dahin angefallenen Kosten übernimmt. Allein das Planfeststellungsverfahren bei der Bezirksregierung Detmold würde Kosten im mittleren zweistelligen Millionenbereich verursachen.

Entscheidend sei "die Prüfung der Wirtschaftlichkeit"

Trianel plant drei Pumpspeicherkraftwerke, will aber zunächst nur eines bauen. Die Entscheidung fällt Ende des Jahres. Die Frage, ob aus Sicht des Landes eine Risikoübernahme für das Projekt in Frage käme, blieb beim Umweltministerium unbeantwortet.

Entscheidend in den Gesprächen sei "die Prüfung der Wirtschaftlichkeit" des Projektes, hieß es. Trianel rechnet damit, dass das Nethe-Kraftwerk bereits ab dem ersten Betriebsjahr - frühestens 2022 - schwarze Zahlen schreibt.

Eine Unterstützung von Landesseite für die Kraftwerkspläne im Kreis Höxter und am zweiten möglichen Standort in NRW, am Rursee in der Eifel, ist im Koalitionsvertrag der rot-grünen Landesregierung festgeschrieben. NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hatte das Vorhaben bei einem Ortsbesuch 2012 als "eines der Vorzeigeprojekte in NRW" bezeichnet.

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