Der "Carfreitag" in Paderborn. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Der "Carfreitag" in Paderborn. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN

OWL "Carfreitag" verlief ruhig in OWL

Autorennen bleiben aus / Jedes fünfte Auto in Gütersloh zu schnell unterwegs

Bielefeld (nw). Der in der Tuningszene in "Carfreitag" unbenannte Karfreitag ist in OWL ruhig verlaufen. Trotzdem waren einige Autofahrer zu schnell unterwegs oder fuhren Autos, die nicht ganz den Zulassungsbedingungen entsprachen. Und dann machten Polizisten in Bielefeld noch eine ganz und gar erstaunliche Entdeckung in einem Mercedes-Sprinter.

In Bielefeld war die Polizei zur Verhinderung illegaler Autorennen in den Nachmittags- und Abendstunden des Karfreitags im Einsatz. Trotz des winterlichen Wetters mit Schneeregen und Temperaturen um den Gefrierpunkt war die Polizei Bielefeld im gesamten Stadtgebiet und insbesondere an beliebten Treffpunkten der Tuningszene stark präsent. Es waren allerdings nur wenig getunte Fahrzeuge im Straßenbild zu sehen.

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Trotzdem waren auch in diesem Jahr die Verkehrsüberwachungsmaßnahmen nicht ohne Folgen für einige Autofahrer. 53 Fahrer waren mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs, davon bekommen vier Autofahrer ein Bußgeldverfahren mit Punkten, zwei davon erhalten Fahrverbote.

Den traurigen Rekord stellte ein Fahrzeugführer auf der Artur-Ladebeck-Straße auf, der dort mit einer Geschwindigkeit von 96 km/h statt erlaubter 50 km/h unterwegs war.

Ein stark aufgemöbelter Golf Diesel, der optisch wie ein Golf R32 daherkam, entsprach in vielerlei Hinsicht nicht den Zulassungsvorschriften. Extreme 19-Zoll-Breitreifen und ein auf niedrigste Stufe eingestelltes höhenverstellbares Fahrwerk sorgten für schleifende Reifen. Die auf Xenonlicht-Scheinwerfer umgerüstete Beleuchtung war überhaupt nicht funktionsfähig, trotzdem hatte der Golffahrer schon einen Tuningtreff in Hannover und in Paderborn aufgesucht.

Die Breitreifen waren außerdem keine Winterbereifung. Das Auto wurde sichergestellt und einem Sachverständiger zur Untersuchung vorgeführt. Der Golf war verkehrsunsicher und wurde auf Anordnung eines Bereitschaftsdienstes des Straßenverkehrsamtes sofort stillgelegt. Eine Anzeige folgt.

Eine kuriose Feststellung machte dann noch eine Streifenwagenbesatzung auf der Heeper Straße bei der Überprüfung eines Mercedes-Sprinters. Im Laderaum befand sich ein kompletter Opel Astra, der auf der Seite lag, um überhaupt hineinzupassen. Die unzureichende Ladungssicherung bestand aus zwei Matratzen, die seitlich im Fahrzeug aufgestellt waren. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Eine Anzeige ist die Folge. Der ausländische Fahrzeugführer musste eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

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