Reisende mit dem Ziel Antalya müssen ihren Flieger in Paderborn statt in Kassel besteigen. - © FOTO: PADERBORN-LIPPSTADT AIRPORT
Reisende mit dem Ziel Antalya müssen ihren Flieger in Paderborn statt in Kassel besteigen. | © FOTO: PADERBORN-LIPPSTADT AIRPORT

Paderborn/Calden Flug ab Paderborn statt Kassel/Calden

Geringe Buchungszahlen als Grund

Paderborn/Calden (jkl). Der Flughafen Kassel/Calden ist noch nicht in Betrieb, da gibt es schon Probleme mit dem Flugplan: Am 5. April, einen Tag nach der Eröffnung, müssen Reisende mit dem Ziel Antalya ihren Flieger wohl in Paderborn besteigen. Das berichteten übereinstimmend die Hessische/Niedersächsische Allgemeine und HR online.

Grund: magere Buchungszahlen. Bisher hätten nur sechs Passagiere die Maschine am Freitag, 5. April, in Richtung Türkei nehmen wollen. Der für den Flug zuständige Buchungsagent Involatus aus Düsseldorf plane daher, die Passagiere mit dem Taxi von Calden aus ins 71 Kilometer entfernte Paderborn bringen zu lassen.

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Doch nicht nur bei den Hinflügen gibt es Probleme - auch an ausgebuchten Rückflügen mangelt es offenbar. Für die Heimkehrer heißt das: Ihr Flieger könnte in Paderborn oder Münster/Osnabrück landen.

Zweifel am Flughafen

"Marketingmäßig ist das natürlich Käse", wird die Flughafen-Geschäftsführerin Maria Anna Muller zitiert. Sie habe die türkische Airline "Tailwind" gebeten, ihre Entscheidung zu überdenken. Nähere Auskünfte wollte der Flughafen gestern nicht mehr erteilen, auch die Presseagentur, die den Flughafen betreut, verweigerte eine Stellungnahme.

Aufgrund der Nähe der beiden Flughäfen Paderborn und Kassel/Calden zweifeln Kritiker schon lange an der Wirtschaftlichkeit des hessischen Projekts. Erkan Türkoral vom Buchungsagenten Involatis führt die schwache Nachfrage aber auf die Reisezeit zurück. Ausgerechnet zum Eröffnungstermin sei das Ostergeschäft bereits gelaufen.

Erst im Mai gehe es bei den Passagierzahlen bergauf. "Da laufen die Buchungen ab Calden hervorragend", so Türkoral. Andere Veranstalter sehen sich ohnehin nicht betroffen: "Unsere Flüge fliegen wie geplant", sagte eine Sprecherin von Rewe-Touristik dieser Zeitung.

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