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Der Ostwestfalendamm ist derzeit vom Südring aus stadteinwärts voll gesperrt. - © FOTO: JENS REICHENBACH
Der Ostwestfalendamm ist derzeit vom Südring aus stadteinwärts voll gesperrt. | © FOTO: JENS REICHENBACH

Bielefeld Schwerer Unfall auf Ostwestfalendamm löst Großeinsatz aus

Vollsperrung der Stadtautobahn stadteinwärts / Zwei Schwerstverletzte

Bielefeld (jr). Der Ostwestfalendamm in Bielefeld war am Dienstag von 10.30 bis 13 Uhr aufgrund eines schweren Unfalls ab der Auffahrt Südring (Ikea) stadteinwärts voll gesperrt. Eine Ford-Fiesta-Fahrerin (74) aus Bielefeld und ein 72-jähriger Osnabrücker, der mit seiner Frau (44) in seinem Mercedes SLK 280 unterwegs war, wurden schwerstverletzt.

Laut eines Polizeisprechers war die 74-Jährige kurz nach 10.30 Uhr an der Auffahrt Südring auf den Ostwestfalendamm (OWD) aufgefahren und hatte beim Spurwechsel einen von links hinten kommenden Viehtransporter mit 170 Kälbern an Bord übersehen.

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Sie touchierte den tonnenschweren Lastwagen vorne rechts und schleuderte daraufhin vor dem Transporter entlang auf die linke Spur. Dort überholte in diesem Moment ein Mercedes SLK 280 den Viehtransporter und traf den Fiesta mit voller Wucht auf der Fahrerseite der 74-Jährigen.

Während sich die Beifahrerin (44) im Mercedes den Umständen entsprechend nicht so schwer verletzte, wie Feuerwehreinsatzleiter Gerald Schönwälder bestätigte, mussten beide Fahrer mit vermutlich schwersten Verletzungen von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus ihren Fahrzeugen gerettet werden. Laut Schönwälder bestand aber keine Lebensgefahr.

Deshalb entschieden sich Notärzte und Retter, die Patienten möglichst schonend aus ihrem Fahrzeug zu befreien. Dazu mussten die Einsatzkräfte zumindest bei dem Ford das komplette Dach und alle Türen ausbauen. Beim Mercedes reichte es aus, das Cabriodach des Fahrzeugs mechanisch zu öffnen. Anschließend wurden beide Patienten mit einer sogenannten Schaufeltrage behutsam aus ihren Autowracks gehoben.

Die 170 Kälber in dem Viehtransporter wurden bei dem Unfall laut Polizei zwar ordentlich durchgeschüttelt, aber nach Rücksprache mit der Polizei entschied das Veterinäramt keine weiteren Maßnahmen.

Der Ostwestfalendamm blieb bis kurz vor 13 Uhr in Richtung Innenstadt voll gesperrt. Etwa 35 Feuerwehrleute waren am Einsatzort. Die Polizei sperrte den Unfallort ab und übernahm nach den Rettungsarbeiten die Unfallaufnahme, die wegen der aufwändigen Mono-Bild-Technik noch bis kurz vor 13 Uhr andauerte.

In Brackwede kam es zeitweise zu einem Verkehrsinfarkt.

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