Güterslohs Landrat Sven-Georg Adenauer (links) und NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger trafen am Freitag in Gütersloh zusammen. - © FOTO: MATTHIAS BUNGEROTH
Güterslohs Landrat Sven-Georg Adenauer (links) und NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger trafen am Freitag in Gütersloh zusammen. | © FOTO: MATTHIAS BUNGEROTH

GÜTERSLOH Alle wollen die Autobahn 33

Politiker von Bund und Land demonstrieren in Gütersloh Einigkeit / Anrainer drängen beim Zeitplan

Gütersloh. Noch vor wenigen Tagen ging es hoch her zwischen den Mandatsträgern aus OWL. Je nach politischer Farbenlehre warfen Vertreter der schwarz-gelben Koalition in Berlin und jene, die die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf stützen, dem jeweils anderen Lager vor, entweder den Geldhahn für die Realisierung des Lückenschlusses der Autobahn 33 nicht weit genug aufzudrehen oder dieses Straßenbauprojekt durch allzu langsame Planungen zu verzögern. Diese Zeiten scheinen ein für allemal vorbei.

"Wir stehen für das Gelingen von Projekten", sagte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), voller Überzeugung und wandte sich dabei an Harry Voigtsberger (SPD), den Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Der westfälische Autobahnfriede war geschlossen.

Auch der Landrat und die betroffenen Bürgermeister zeigten sich mit dem Erreichten zufrieden. "Das ist genau das, was die Menschen im Kreis Gütersloh wollen", befand etwa der Borgholzhausener Bürgermeister Klemens Keller. Die Bürger seiner Kommune hätten Angst gehabt, dass der letzte A-33-Abschnitt nochmals in zwei Bauabschnitte geteilt werden würde. Doch das soll nun nicht passieren, versicherten die Politiker von Bund und Land. Anne Rodenbrock-Wesselmann (SPD), Bürgermeisterin von Halle, machte nochmals deutlich, wie wichtig ihr die zügige Fertigstellung des Autobahnprojekts ist. "Man kann nicht mehr vernünftig atmen an der B 68", sagte sie. Die betroffenen Menschen werden nach ihrer Auskunft "konstruktiv-kritische Begleiter" des Autobahnbaus bleiben.

Auch wenn die Politiker darauf hinwiesen, dass der letzte Abschnitt der A 33 mit einer Trassenlänge von rund 12 Kilometern und 38 Brückenbauwerken bautechnisch sehr anspruchsvoll sei – aus dem Kreis Gütersloh kamen doch weiter Bedenken hinsichtlich der angekündigten Bauzeit bis 2019.

"Ich werde in Gesprächen nach Möglichkeiten suchen, damit es schneller geht", befand der Haller Modeunternehmer Gerhard Weber, der sich ebenfalls für den baldigen Lückenschluss stark macht. Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) zeigte sich aber erfreut, "dass das Thema A 33 in NRW oberste Priorität genießt".

Anzeige
Teilen
Anzeige

Kommentare

Anzeige
realisiert durch evolver group