Auf der B61 sind Montagmorgen zwischen Löhne und Herford zwei Autos frontal zusammengestoßen. - © FOTO: CAROLIN NIEDER-ENTGELMEIER
Auf der B61 sind Montagmorgen zwischen Löhne und Herford zwei Autos frontal zusammengestoßen. | © FOTO: CAROLIN NIEDER-ENTGELMEIER

LÖHNE/HERFORD - MIT VIDEO Zwei Schwerverletzte bei Unfall auf B61

Straße seit 16 Uhr wieder frei

Löhne. Die Kerben in der Leitplanke sprechen eine deutliche Sprache. Vier Dellen zählt Feuerwehrmann Horst Pielsticker auf einer Strecke von 50 Metern auf der B61 vor "Mutter Rieso". Straßenarbeiter haben jede Stelle mit Graffiti markiert, um sie später reparieren zu können. Gestern ist eine weitere Kerbe hinzugekommen.

Drei Menschen wurden bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos verletzt. Eine 45-Jährige erlitt laut Polizei schwerste Verletzungen. Ein angeforderter Rettungshubschrauber konnte wegen schlechter Sicht nicht landen.

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Die langgezogene Rechtskurve Richtung Herford hat schon einige Autos ins Schleudern gebracht. Nicht jeder Unfall mit Blechschaden hat es in die Zeitung geschafft. Horst Pielsticker, Löschgruppenführer vom Löhner Wittel, sagt: "Hier ist in den letzten acht Wochen so viel passiert wie in fünf Jahren nicht." Anwohner Jens Müller hat eine Ferkelzucht nicht weit von der Unfallstelle entfernt. Er sagte: "Das ist bestimmt schon der dritte Unfall in Folge."

Diese Einschätzung lässt sich durch die Polizeistatistik allerdings nicht belegen. "Diese Stelle ist kein Unfallschwerpunkt", sagte Polizeisprecher Uwe Maser auf Anfrage. Die Statistik hinkt der Wirklichkeit allerdings hinterher und nicht jeder Blechschaden findet den Weg in eine Polizeiakte.

Der schwere Unfall wenige hundert Meter vor der Stadtgrenze zu Herford muss am Montagmorgen gegen 8.45 Uhr passiert sein. Ein 41-Jähriger war mit einer Beifahrerin in Richtung Herford unterwegs und geriet mit seinem Opel in der Rechtskurve vor der Einmündung Kohlflage nach links auf die Gegenfahrbahn. Dort prallte sein Wagen mit dem BMW einer 49-Jährigen zusammen.

Der 41-Jährige wurde schwer verletzt, seine Beifahrerin sogar schwerst. Der Feuerwehr befreite sie aus dem Auto und forderte einen Rettungshubschrauber an. Weil der jedoch wegen schlechter Sicht nicht landen konnte, wurde die Frau im Notarztwagen die Spezialklinik Gilead nach Bielefeld gebracht. Die Frau im BMW wurde nur leicht verletzt.

Die B61 war wegen der Bergungs- und Aufräumarbeiten und der Unfallbegutachtung durch Sachverständige bis 16 Uhr vollgesperrt. Der Verkehr staute sich Richtung Herford bis zur Alten Heerstraße und auf den Bischofshagen zurück, weil die Lkw auf der engen Straße nicht wenden konnten.

Die Freiwillige Feuerwehr vom Wittel war stundenlang damit beschäftigt, den Ölfilm auf einer Strecke von etwa hundert Metern großflächig abzustreuen. Die Feuerwehr wiederholte den Vorgang. Dennoch ist ein feiner Schmierfilm an der Unfallstelle zurück geblieben. Löschgruppenführer Horst Pielsticker: "Bis auf weiteres gilt hier Tempo 50."

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