Weitere 30.000 Tiere sollen im Kreis Gütersloh gekeult werden. - © FOTO: A. EICKHOFF
Weitere 30.000 Tiere sollen im Kreis Gütersloh gekeult werden. | © FOTO: A. EICKHOFF

GÜTERSLOH/PADERBORN Geflügelpest: Transportverbot für weitere 72 Stunden

Virus auch im Kreis Paderborn nachgewiesen

Gütersloh/Paderborn (lnw/fred). Die Geflügelgrippe in Ostwestfalen hat sich auf den Kreis Paderborn ausgeweitet. Auf einem Hof im Raum Delbrück, wo der Virus nachgewiesen wurde, sollen vorsorglich rund 12.000 Tiere getötet werden. Das teilte der Kreis Paderborn am Dienstag mit.

Unklar war zunächst, ob es sich um eine hoch oder niedrig ansteckende Variante des Grippeerregers handelte. Laborergebnisse werden bis zum Ende der Woche erwartet. Um den betroffenen Betrieb wurde im Umkreis von einem Kilometer eine Sperrzone errichtet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

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Bislang sind in Ostwestfalen im Kreis Gütersloh vier Betriebe mit zusammen fünf Standorten von der Geflügelseuche betroffen. Mehr als 64.000 Tiere wurden bereits getötet. Bei allen erkrankten Tieren handelte es sich laut dem Kreis nicht um den gefährlichen Erreger vom Typ H5N1, der vor fünf Jahren auch schwere Erkrankungen bei Menschen zur Folge hatte. Schwerpunkt der Seuche ist der Süden um die Stadt Rietberg.

Kreis Gütersloh verlängert Sicherheitsmaßnahme

Um der Geflügelgrippe Herr zu werden, bekommen die Tierärzte der Kreisverwaltung externe Unterstützung. Neben Veterinären aus angrenzenden Kommunen sind zwei Kollegen des Friedrich-Loeffler-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) von der Ostsee-Insel Riems im Einsatz.

 Aus Angst vor der Ausbreitung der Geflügelgrippe  hat der Kreis Gütersloh das sogenannte "stand still", ein Transportverbot für Geflügel, verlängert. Es gilt vom 1. Juni, 0 Uhr, bis einschließlich Freitag, 24 Uhr, für das gesamte Gebiet der Gemeinde Langenberg, der Stadt Rheda- Wiedenbrück, der Stadt Rietberg, der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock und der Stadt Verl.

Hier ist das Verbringen von Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänsen, die in Gefangenschaft aufgezogen oder gehalten werden, untersagt. "Auch die Befreiung von der Aufstallpflicht wurde widerrufen", erklärte Jan Focken, Sprecher des Kreises auf Anfrage. Demnach muss Geflügel in den betroffenen Gebieten weiterhin im Stall gelassen werden.

Sperrgebiete eingerichtet

Nachdem in der Stadt Rietberg am 27. Mai die niedrigpathogene aviäre Influenza (LPAI) des Subtypes H7 amtlich festgestellt worden war,  mussten bereits über 64.000 Tiere getötet werden.  Betroffen sind bislang vier Betriebe im Kreis Gütersloh an insgesamt fünf Standorten.

Per Verfügung wurde im Rheda-Wiedenbrücker Ortsteil Lintel außerdem ein Sperrgebiet mit einem Radius von einem Kilometer errichtet.

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