Warum nicht mal einen Big Ben oder ein berühmtes Londoner Taxi als Christbaumkugel für den Tannenbaum daheim ? Gesehen bei Fortnum and Mason. - © FOTO: J. JUCHTMANN
Warum nicht mal einen Big Ben oder ein berühmtes Londoner Taxi als Christbaumkugel für den Tannenbaum daheim ? Gesehen bei Fortnum and Mason. | © FOTO: J. JUCHTMANN

GROSSBRITANNIEN Taxi als Christbaumkugel

London und Wales

"Wer in England dreimal am Tag gut essen will, sollte dreimal frühstücken." So wird der britische Schriftsteller Somerset Maugham zitiert. Heute gilt: Das Inselessen ist deutlich besser als sein Ruf. Die britische Küche kommt frisch und innovativ daher. Eine Garde junger wie erfahrener Köche legt größten Wert auf lokale Produkte und kocht, was die Saison hergibt, ohne dass es einen Arm oder ein Bein kostet, um eine weitere britische Redensart zu bemühen. Neugierig geworden? Hier kommt der Versuch einer Beweisführung mit herbstlichen Momentaufnahmen, beginnend in der britischen Metropole, die wie eh und je swingt, vor allem gastronomisch.

Bahnhof Kings Cross, London: Street Food nennt sich ein aktueller Trend. An mobilen Ständen hinter dem Bahnhof bieten junge Köche Schnellgerichte an, die sich von üblicher Fastfood-Nahrung wohltuend absetzen. Für kleines Geld gibt es Chorizo oder Tapas, Currys, vegetarische Wraps, leckere Burger oder Hühnchen in Koriander. Gegessen wird im Stehen unter freiem Himmel.

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Konditor and Cook, London: Gerhard Jenne verliebte sich vor 30 Jahren in die britische Metropole. Heute besitzt der Konditormeister aus Bayern sechs Cafés "Konditor and Cook" mit 120 Mitarbeitern. Eines am Fuß der Gurke, dem charakteristischen Hochhaus von Sir Norman Foster am Liverpool-Street-Bahnhof. "Die Qualität des Essens in England hat sich sehr zum Positiven verändert", sagt Jenne.

Hier kauft die Queen ein

Julian Temperley in Burrow Hill.
Julian Temperley in Burrow Hill.

Fortnum and Mason, London: Hier kauft die Queen ein. Ein Café im vierten Stock eröffnete sie gemeinsam mit Camilla und Kate. "Wir haben ihr ein Glas Honig von den Bienen auf unserem Dach geschenkt, denn die saugen auch Nektar aus dem Garten des Buckingham-Palastes", sagt Andrea Tanner, Chef-Archivarin des Hauses, das vor allem mit seiner Feinkostabteilung die Touristenströme anlockt. Alle Gewinne von Fortnum and Mason fließen übrigens in eine wohltätige Stiftung. Neben dem bekannten Christmas Pudding, 160 Teesorten und feinster Marmelade ist James-Bond-Champagner in einer Kassette mit Zahlenschloss der Renner.

Was der Experte sagt: Der Unternehmensberater für die Gastronomie Adrian Bevan gilt als Kenner der Gastroszene. Die besten Restaurants? Er empfiehlt "The Shed" in Notting Hill, "Tonteria", einen Mexikaner am Sloane Square, und "Beard and Tail" im Stadtteil Shoreditch, das aus einem Pop-up entstand. Das sind improvisierte Restaurants, die plötzlich eröffnen, manchmal schnell wieder verschwinden, oft zu Trendsettern werden. "Menüs zum Festpreis", so Bevan, "machen auch hochklassige Restaurants erschwinglich. Aber achten Sie auf die Weinpreise!"
Rope Walk, East London: Fast ein Geheimtipp, weil von Touristen weitgehend unentdeckt, unter Brückenbögen an der Maltby Street in Bermondsey. Immer samstags bieten Händler frische Ware an und improvisierte Restaurants ihre Spezialitäten. Lachshäppchen oder lieber Thai, Pastrami oder Papadams, Vegetarisches oder Süßes? Auf jeden Fall ein Glas Prosecco.

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