Südeuropa Städte mit Flair

Von Cannes bis Porto

Städte mit Flair - © Südeuropa
Städte mit Flair | © Südeuropa

Die Tage werden länger, die Sonne wärmt schon wieder: Jetzt ist die perfekte Zeit, dem Alltag bei einem Städte-Kurztrip ans Meer ein Schnippchen zu schlagen und seinen Café au lait in der Frühlingssonne zu trinken. Dabei muss es nicht immer Palma, Rom oder Barcelona sein. Es gibt viele andere Städte, die zu Unrecht im Schatten stehen. Hier sind fünf Tipps.

Côte d’Azur: Cannes kann’s

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Fischerflair und Blitzlichtgewitter: Jedes Jahr im Mai machen die Filmfestspiele Cannes zum grandiosen Laufsteg der Eitelkeiten. Doch das Städtchen an der Côte d’Azur ist auch außerhalb dieser Zeit ein Hit: Abseits der berühmten Flanierpromenade Croisette mit den berühmten Jugendstilhotels besitzt es eine verwinkelte Altstadt und hübsche kleine Bistros. Eine Empfehlung wert sind das Lucullus und das Au Bons Enfants; in beiden speist man preiswert zwischen den Händlern vom nahen Markt.
Steil führen anschließend die kopfsteingepflasterten Sträßchen hinauf zur Festung aus dem 10. Jahrhundert mit einem fantastischen Blick über die gesamte Küste. Der schönste Platz ist der vor den Resten der ehemaligen Burgmauer. Zum Greifen nah sieht man von dort aus die vorgelagerten Inseln.

Malaga: Im Licht von Picasso

Malaga war nicht nur Picassos Heimat. Hier hat die Gartenkunst ebenfalls ein Zuhause. - © FOTO: SRT
Malaga war nicht nur Picassos Heimat. Hier hat die Gartenkunst ebenfalls ein Zuhause. | © FOTO: SRT

Eurokrise hin oder her: Pablo Picassos Heimatstadt ist immer eine Reise wert und jetzt, vor der sommerlichen Hitze, ganz besonders. Mit einer halben Million Einwohner ist Malaga keine Kleinstadt, besitzt aber eine in besseren Zeiten vorbildlich restaurierte Altstadt mit schöner Fußgängerzone. Herrlich lässt es sich unter den Palmen des Boulevard Paseo del Parque flanieren. Ein kostenloser Aufzug führt vom Rathaus hinauf zur maurischen Palastburg Alcazaba. Mit dem Stadtbus fährt man dann hinaus zum Strand mit seinen Open-Air-Restaurants oder zum historischen Botanischen Garten La Concepción mit seinen grünen Wiesen und Wasserfällen. Und irgendwann besucht man natürlich auch das Picasso-Museum. Sehenswert sind auch die Museen zum Flamenco und zur Karwoche. Eine schöne Ausstellung gäbe es auch zum süßen Malaga-Wein – aber durch dessen Geschmacksrichtungen probieren sich Kenner dann lieber in der Antigua Casa de la Guardia, Malagas ältester Bar. Dort werden Dutzende Sorten für wenig mehr als einen Euro ausgeschenkt.

Split: Stadt im Kaiserpalast

Das gibt es nur einmal: eine Altstadt, die komplett im riesigen, erstaunlich gut erhaltenen altrömischen Kaiserpalast des Diokletian (284–305) Platz hat. Genau – es ist die kroatische Küstenstadt Split. Heute sind die Palastreste voller Läden, Kneipen, Cafés, Märkte und kleiner Hotels. Alt und Neu harmonieren wunderbar. Eine Kaffeepause im Peristil, dem ehemaligen Innenhof, vermittelt durchaus eine besondere Atmosphäre. Kinder spielen Verstecken hinter den venezianischen Löwen, im Jupitertempel wird neue kroatische Mode verkauft. Abends flaniert tout Split auf der Riva, der glattgepflasterten Uferpromenade zu Füßen der gewaltigen Palast-Frontseite. Natürlich besucht man den Dom; in der Antike war dies das Mausoleum des Diokletian. Wer auf den Turm steigt, der hat einen hervorragenden Blick über Altstadt und Hafen. Ein Geheimtipp ist der Fischmarkt an der Marmantova-Straße. Gleich neben dem Fischmarkt serviert Zlatko Marinovic in seinem kleinen Fischrestaurant Fisch-Carpaccio in Rosenform und Seebrasse, gefüllt mit Scampi.

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