RHEINLAND-PFALZ Land der Burgen und Vulkane: Märchenwelt zum Anfassen

Erloschene Vulkane und Kraterseen, Burgenromantik und dazwischen eine der berühmtesten Rennstrecken der Welt. Das ist die Eifel.

Die Burg Eltz ist eine wahre Schatzkammer. Im Inneren gibt es Münzen und Rüstungen zu besichtigen. - © FOTO: ROLAND E. JUNG
Die Burg Eltz ist eine wahre Schatzkammer. Im Inneren gibt es Münzen und Rüstungen zu besichtigen. | © FOTO: ROLAND E. JUNG
Märchenwelt zum Anfassen - © EIFEL
Märchenwelt zum Anfassen | © EIFEL

Das Mittelgebirge ist vor allem ein beliebtes Ziel für Wohnmobilisten. Denn es gibt traumhaft gelegene Camping- und Stellplätze in fast unberührter Natur. Ob man allerdings mit dem eigenen Auto die Nordschleife des Nürburgrings befahren muss, bleibt jedem selbst überlassen. Mit dem Wohnmobil ist es auf jeden Fall kein besonderer Kick, und ich denke, auf diese Idee ist auch noch niemand gekommen. Aber schließlich kann man ja jede Menge anderer Highlights ansteuern. Wie zum Beispiel die Burg Eltz.

Sie gehört zu den schönsten deutschen Burgen und liegt malerisch im Tal des Eltzbachs. Als Wohnburg hat sie acht Jahrhunderte unversehrt überstanden. Bei einer Führung gibt es Rüstungen und Gemäldesammlungen, die Schatzkammer mit Münzen und Schmuck sowie den sogenannten Dukatenscheißer aus Elfenbein zu bestaunen. Nach so viel Ritterromantik sei der "Garten Gottes" empfohlen. So jedenfalls nennen die Benediktinermönche ihr Kloster Maria Laach, das eingebettet inmitten grüner Wälder und Wiesen am größten Vulkansee der Eifel liegt.

Information

GUT ZU WISSEN

CAMPING

Es gibt in der Eifel eine Reihe gut bis sehr gut ausgestatteter Campingplätze sowie

Stellplätze. Informationen und nähere Details dazu gibt’s beim Tourismusservice,

ADAC-Camping-Caravaning- Führer.


EMPFEHLENSWERTE PLÄTZE

Campingplatz Oosbachtal, Müllenborner Stra-ße 31, 54568 Gerolstein-Müllenborn, Tel. (06591)

7409, www. camping-oosbachtal.de.

Natur-Camping Vulkaneifel, Hernstwiese, 54531 Manderscheid, Tel. (06572) 9211-0,

www.vulkan-camping.de.


AUSKÜNFTE

Tourismusbüro Eifel,
Tel. (06551) 9656-0,
www.eifel.info.

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Die einsame Klosterkirche ist eines der Urbilder der deutschen Romantik. Pfalzgraf Heinrich II. fasste 1093 zusammen mit seiner Gemahlin den Plan, eine Benediktinerabtei zu gründen, als Stätte des Gotteslobs und Grablege für das kinderlose Ehepaar. Der prächtige Steinsarkophag sowie die Apsis der Basilika mit ihren Mosaiken versetzen jedermann in andächtiges Staunen.

Vom Gotteshaus ist es nur ein Katzensprung nach Monreal, einem kleinen, verträumten Burgstädtchen. Sofort fühlt man sich in eine andere Epoche versetzt, wenn man durch die engen Gassen spaziert. Drei alte Bogenbrücken, zwei Burgruinen und die gotische Pfarrkirche bestimmen das mittelalterliche Ortsbild. Mit seinem Eifeler Fachwerk gehört Monreal mit Sicherheit zu den schönsten Dörfern der Eifel.

Die Eifel ist das Land der Maare. Diejenigen, die Maare als Kraterseen bezeichnen, liegen gänzlich falsch. Anders als ein Krater, der nach der Eruption eines Vulkans entsteht, ist ein Maar die Folge einer Implosion des Bodens. Das heißt im Klartext: Wenn sich Magma und Wasser im Erdinnern verbinden, entsteht explosionsartig Wasserdampf, der durch seine plötzliche Ausdehnung kraterförmige Löcher in die Landschaft reißt. Das sind letztendlich die berühmten Maare in der Vulkaneifel, die zum Markenzeichen geworden sind. Einige von ihnen befinden sich ganz in der Nähe der Stadt Daun, wie etwa die Dauner Maare.

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