USA Oregon, das verkannte Paradies an der Westküste

Amerikas rauer Norden

Oregon - Amerikas rauer Norden - © USA
Oregon - Amerikas rauer Norden | © USA

Oregon? Wo liegt das eigentlich? Und was zum Teufel soll ich da? Wie wäre es beispielsweise mit einer Wanderung durch eine der größten Dünenlandschaften der Welt? Alternativ könnte man auch die Drehorte der Twilight-Saga entdecken, sich in die Höhle der (See-)Löwen wagen oder Wale beobachten. Viele Wale. Sehr viele Wale! Mit der amerikanischen Westküste bringen viele Menschen meist nur Kalifornien in Verbindung. Wenn sie ein wenig länger nachdenken, fällt ihnen noch Mexiko im Süden und Kanada im Norden ein. Dass es aber US-Bundesstaaten gibt, die dazwischen liegen, hat kaum einer auf dem Radar. Was einerseits schade ist, anderseits Oregon zum Nimbus des Geheimnisvollen verhilft.

Von vielen Reisenden auf ihrem Weg zwischen Vancouver und San Francisco nur stiefmütterlich behandelt, sind die Staaten Washington und Oregon aber deutlich mehr als nur einen lästigen und langen Transit wert. Eine Tatsache, die auch unsere Reisepläne gehörig durcheinanderwirbelt, denn wir hatten exakt dies vor: möglichst flott durch Oregon zu kommen. Doch dann nimmt uns die Region, die von den Einheimischen mit vollem Ernst und ganz ohne Pathos als Paradies bezeichnet wird, von Tag zu Tag mehr gefangen. Außer uns sind hier vor allem Naturfreunde unterwegs, denen Kalifornien "too crowded and boring" ist.

Oregon bietet eine großartige Vegetation und tolle Wanderwege. - © FOTO: DPA
Oregon bietet eine großartige Vegetation und tolle Wanderwege. | © FOTO: DPA

Die Gefahr, dass es dort einerseits überfüllt oder aber andererseits langweilig werden könnte, ist praktisch ausgeschlossen. Dazu ist allein die 640 Kilometer lange Küste viel zu abwechslungsreich. Schroffe Felsen wechseln sich mit weiten Sandstränden, malerischen Buchten und imposanten Dünenlandschaften ab. Da die gesamte Küstenregion staatlich ist, dürfen Besucher sich auch überall frei bewegen. Verbotsschilder, wie sie in Kalifornien an vielen Stellen an der Tagesordnung sind, sucht man hier vergebens. Ein bisschen dekadent ist es schon, mit dem Auto über menschenleere Strände zu brettern, aber irgendwann können auch wir dem Reiz nicht widerstehen und jagen unseren Jeep über den Sand.

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Zu Besuch bei den Seelöwen

Im Herbst und Winter könnte man auch den frischen Wind nutzen, um prima Drachen steigen zu lassen. Uns steht der Sinn aber mehr nach realen Tieren, daher fahren wir in Richtung Florence. Dort befinden sich die berühmten "Sea Lion Caves", eine der weltweit größten natürlichen Seelöwenhöhlen. Ein Aufzug bringt die Besucher in den riesigen kathedralenartigen Raum, den der Pazifik vor Urzeiten dem Stein abgetrotzt hat. Aber das Wetter ist zu gut, und daher sind die großen Robben entweder auf der Jagd unterwegs oder lungern am Strand in der Sonne herum. Sonst sieht es dort im Herbst und Winter häufig ganz anders aus. Dann herrscht Rushhour, wenn hunderte Tiere in dem Gewölbe Schutz vor der stürmischen Witterung suchen.

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