Eine Szene aus dem neuen Saturn-Werbespot "Anna". - © Saturn
Eine Szene aus dem neuen Saturn-Werbespot "Anna". | © Saturn

Werbeclip Saturn-Werbespot sorgt für Gesprächsstoff

Die Kommentare in den sozialen Medien zum neuen Clip „Anna“ reichen von herzzerreißend bis beschämend

Tessa Rinkes

Bielefeld. Saturn will die Wahrnehmung seines Markenauftritts deutlich verändern. Der Slogan „Du kannst mehr" dürfte bereits bekannt sein, nun startet unter dem Slogan der neue Fernsehspot „Anna", der von der Werbeagentur Jung von Matt entwickelt wurde und die Menschlichkeit feiert. In dem 90-sekündigen Werbefilm geht es um einen alten Mann in einem Pflegeheim, der offenbar an Demenz leidet. Eine junge Frau, "Anna", möchte von ihm erkannt werden und setzt hierfür gezielt Technik ein, eine Virtual Reality-Brille, über die der alte Mann Szenen aus der Vergangenheit gezeigt bekommt. "In der neuen Kampagne sind wir endgültig bei dem Menschen angekommen und stellen diesen komplett in den Mittelpunkt", sagt Saturn-Marketingleiter Thorsten Eder gegenüber dem Fachmagazin für Werbung und Marketing Horizont Online. Der emotionale Mehrwert der Technik soll in der Kampagne in den Vordergrund gestellt werden. Clip „Anna" erregt die Gemüter Ist das Thema Demenz wirklich passend als thematischer Aufhänger, um für Unterhaltungselektronik zu werben? In den sozialen Medien wird der Spot heiß diskutiert. Auf Facebook bekam das Unternehmen teils heftige Kritik, wie man mit dem Leid von Menschen Profit machen könnte: Einige Post wurden bereits wieder gelöscht, darunter auch eine Stellungnahme des Unternehmens, in der es sich für die Verletzung von Gefühlen entschuldigte. Nach eigenen Angaben wollte es lediglich aufzeigen, welche Rolle die Technik im Leben von Menschen haben kann. Im Netz gibt es aber auch viel Zuspruch für den Werbeclip:

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