Auch mehrere Ostwestfalen können sich Hoffnungen auf den renommiertesten und höchstdotierten deutschen Filmpreis "Lola" machen. - © picture alliance / Eva Oertwig/SCHROEWIG
Auch mehrere Ostwestfalen können sich Hoffnungen auf den renommiertesten und höchstdotierten deutschen Filmpreis "Lola" machen. | © picture alliance / Eva Oertwig/SCHROEWIG

Kultur Ostwestfalen mit Hoffnungen auf Filmpreis Lola

Kathrin Lemme und Silke Buhr sind mit dem Favoriten „Die Blumen von gestern“ im Rennen

Anke Groenewold

Berlin. Wenn morgen Abend die „Lolas" vergeben werden, können sich auch mehrere Ostwestfalen Hoffnungen auf den renommiertesten und höchstdotierten deutschen Filmpreis machen. Der große Favorit ist die Tragikomödie „Die Blumen von gestern" mit Lars Eidinger als krisengeschütteltem Holocaust-Forscher. Der Film ist acht Mal nominiert. Produziert hat ihn Kathrin Lemme, Professorin für Medienwirtschaft an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo. Ebenfalls mit „Die Blumen von gestern" nominiert ist die bereits vielfach preisgekrönte Szenenbildnerin Silke Buhr aus Löhne. Sie besitzt schon drei Lolas. Zudem stattete sie den Oscar-Gewinner „Das Leben der Anderen" (2007) aus. Der 1971 in Bünde geborene Regisseur Lars Montag geht in der Kategorie Drehbuch gemeinsam mit dem Schriftsteller Helmut Krausser an den Start. Sie haben Kraussers Buch „Einsamkeit und Sex und Mitleid" für die Leinwand adaptiert. Montag führte bei der provokanten Beziehungskomödie auch Regie. Sie ist nach vielen Arbeiten für das Fernsehen, darunter „Tatorte" und Kluftinger-Krimis, sein erster Kinofilm und startet am 4. Mai. Am 5. Mai wird Lars Montag seinen Film ab 20.30 Uhr im Bielefelder Lichtwerk vorstellen. Der aus Hövelhof stammende Rouen Rech ist als Produzent des Dokumentarfilms „No Land’s Song" nominiert. Regisseur Ayat Najafi hat seine Schwester, die Komponistin Sara Najafi, porträtiert. Sie setzt sich dafür ein, dass Frauen im Iran öffentlich singen dürfen.

realisiert durch evolver group