Blick auf die Streusiedlung St. Jakob im Defereggental in Osttirol: Ein großer Teil des Gemeindegebietes gehört zum Nationalpark Hohe Tauern. - © picture alliance / zb
Blick auf die Streusiedlung St. Jakob im Defereggental in Osttirol: Ein großer Teil des Gemeindegebietes gehört zum Nationalpark Hohe Tauern. | © picture alliance / zb

Gewinnspiel Gutes aus der Tiefe

In St. Jakob im Osttiroler Defereggental wird eine der ältesten Heilwasserquellen der Welt eindrucksvoll inszeniert. Und das nicht nur am Tag des Wassers am 22. März

Wasser ist Leben. Doch Wasser ist nicht gleich Wasser. Das seltenste ist das Heilwasser. Eines der besten und ältesten der Welt kommt aus dem Defereggental in Osttirol. Die Quelle in der Sironahöhle in St. Jakob wird hier besonders eindrucksvoll inszeniert. In einer künstlichen Tropfsteinhöhle wird der Weg dieses Salzwassers von seinem Ursprung in 1.900 Meter Tiefe bis aufs Flaschenband der modernen Abfüllhalle multimedial veranschaulicht. Bei geführten Besichtigungen können Wirkungen und Anwendungen des mindestens eine Million Jahre alten Deferegger Heilwassers nachvollzogen werden. Ein Mythenweg und der Mythenplatz beschäftigen sich auf künstlerische Weise mit den Themen Heilen und Wasser. Damit sich Heilwasser auch wirklich so nennen darf, muss eine vorbeugende, lindernde oder heilende Wirkung nachweisen können. Das ist beim Deferegger Heilwasser aus Osttirol der Fall. Durch seinen extrem hohen Salz- und Elektrolytgehalt sowie die fossilen Bestandteile ist es zwar nicht trinkbar, entwickelt aber vielfältige Heilkräfte. Es wirkt gegen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Neurodermitis, Akne und verschiedene Ekzeme, aber auch bei akuten und chronischen Erkrankungen der Atemwege sowie bei degenerativen Gelenkerkrankungen des gesamten Stütz- und Bewegungsapparates. „Die therapeutischen Erfolge mit dem Heilwasser haben mich zunehmend von dessen Einzigartigkeit und Wirkung überzeugt", sagt Ottokar Widemair, Allgemeinmediziner aus dem Defereggental, der viele seiner Patienten damit behandelt hat. „Jeder Tropfen dieser Quelle ist ein unbezahlbares Geschenk unserer Mutter Erde." Anwendung findet das Deferegger Heilwasser als Voll- und Teilbad, zur Inhalation und als Sprühbehandlung auf erkrankte Hautpartien. Außerdem wird es in einer Kosmetik-Produktlinie verarbeitet. Das Wasser und die Kosmetika können im Heilquellenhaus in St. Jakob im Defereggental erworben werden. In der angrenzenden Sironahöhle, einer künstlichen Tropfsteinhöhle, wurde die Fundstelle der Quelle von dem Bildhauer Michael Lang künstlerisch gestaltet. Er hat auch den Mythenweg und den Mythenplatz entwickelt und sich dabei assoziativ mit der Verbindung zwischen Heilwasser und dem Erbe des Schnabelmenschens als Sinnbild des Urmeeres beschäftigt. In Führungen und Besichtigungen können Besucher tiefer in diesen Mythos eintauchen – und natürlich auch das Deferegger Heilwasser probieren. Führungen durch die Sironahöhle und das Heilquellenhaus in St. Jakob im Defereggental: Montag bis Freitag um 14 Uhr (bis Mitte April sowie Anfang Juni bis Mitte Oktober); Samstag und Sonntag nur nach Voranmeldung. Informationen unter Tel. (00 43 6 76) 8 41 56 04 06. www.heilwasserquelle.at Im Defereggental ist aber nicht nur das Heilwasser wohltuend. Es ist auch ein Traumziel für Wanderer und Ruhesuchende. Das Tal liegt geschützt im Nationalpark Hohe Tauern, doch eben etwas versteckt zwischen Virgental im Norden und Pustertal im Süden. Seitentäler und Hänge sind durch gut markierte Wege verbunden, von Forststraßen bis zu ausgesetzten Steigen. Die zahlreichen Berghütten laden Tagesausflügler und Übernachtungsgäste ein, zig ansehnliche Bergspitzen wecken Gipfelsehnsucht. Lange war das Defereggental sehr abgeschieden. Dann wurde 1967 der Felbertauerntunnel gebaut. 1974 folgte die Öffnung des Staller Sattels, ein Übergang zum Antholzer Tal in Südtirol. Beides hat das, was man früher Fremdenverkehr nannte, bedeutend vorangebracht. Doch ruhig ist es immer noch, auch wenn auf dem Staller Sattel an warmen Sommertagen viele Ausflügler zusammenkommen, um die Hochgebirgswelt zu genießen. Ein Ausblick ohne Anstrengung. Dabei sind es gerade Wanderer, die im Defereggental mit seinem putzigen Hauptort St. Jakob schier unbegrenzte Möglichkeiten vorfinden. Über die Felbertauernstraße: Die einfache Fahrt kostet 11 Euro, wer sich vor Beginn der Reise ein ADAC-Vorteilsticket kauft, zahlt hin und zurück 20 Euro. Weil bei der Maut kein Unterschied zwischen Pkw, Wohnmobil, Camping-Bus oder Gespann gemacht wird, ist die Route besonders für Camper interessant: Wer bei Kiefersfelden/Kufstein von der A12 abfährt, spart die österreichische Autobahnmaut und insgesamt auf dem Weg zur Adria je nach Größe des Gefährts bis zu 60 Euro bei der einfachen Fahrt. www.felbertauernstrasse.at

realisiert durch evolver group