Gewinnspiel Zurück zur Natur

Das noch unbekannte Jaufental in Südtirol besticht durch seine ursprünglichen Almen und garantiert seinen Besuchern Entschleunigung pur

In Südtirol gibt es viele tolle Täler, die große Namen haben. Das Jaufental hat einen kleinen Namen – und das macht es so wertvoll. Man nennt es auch das „Tal der Stille". Hier finden sich romantische Almen im Talschluss und Menschen, die versuchen, mit der Natur im Einklang zu leben. Es hat gerade mal 440 Einwohner. Das Jaufental wird gerne auf dem Weg nach Italien rechts liegen gelassen. Bei Sterzing geht es rechts nach oben, gleich beim Jaufenpass, dem Weg rüber ins Passeiertal. Das Jaufental selbst ist aber eine Sackgasse, das heißt es gibt keinen Durchgangsverkehr. Im Juni blühen dort die Alpenrosen, es gibt wunderbare Wasserfälle und auf den Hütten wird noch Brot wie anno dazumal gebacken. Oben gibt es noch eine Mühle, einen Panoramaweg, den großen Almboden mit einem romantischen Bach und den sanften Bergrücken des Platschjochs. Der Hausberg der Jaufentaler ist der Zinseler, daneben türmen sich die beeindruckenden Gipfel Weißhorn, Jaufenspitze und Hochplattspitze. Die Nachbartäler Ratschings und Ridnaun machen den Urlaub perfekt und liefern mit der berühmten Gilfenklamm und dem Schaubergwerk auf jeden Fall genug Abwechslung. Sehr romantisch liegen die Vallming-Almen am Rosskopf. Und das nur wenige Kilometer entfernte Sterzing ist mit seiner historischen Altstadt auf jeden Fall eine lange Cappuccino-Pause wert. Wer auf einsamen Pfade wandern möchte, ist hier genau richtig. Los geht es in Mittertal, immer weiter Richtung Talschluss, entlang eines Gebirgsbaches, hinauf zum faszinierenden Almboden. An dessen Ende schieben sich die majestätischen Zweitausender in den Himmel. Eine beeindruckende Kulisse bietet der Talschluss mit den gigantischen Gipfeln des Weißhorns und der Hochplattspitze. Und wer sich zum Beispiel einer geführten Wanderung anschließt, hat oben auf der Ontrattalm (1.642 Meter) das besondere Hüttenerlebnis. Dort wird im alten Ofen Brot gebacken. Alle sitzen gemütlich vor der Hütte zusammen, es wird gegrillt, das Fleisch kommt vom eigenen Bauernhof. Es gibt viele Wandermöglichkeiten: Wer höher hinaus will, geht zum Beispiel auf den Zinseler (2.422 Meter), den Hausberg der Einheimischen. Wer es nicht ganz so hoch will, dem sei der Panoramaweg von Gasteig übers Platschjoch empfohlen. Ein besonderer Wanderweg führt auch zur Gilfenklamm. Er zieht sich am tosenden Wasser entlang durch die einzige Marmorschlucht Europas. Sie zählt zu den schönsten und spektakulärsten Schluchten der Alpen. Und das zu Recht. Hier zeigt sich beeindruckend, wie sich in Jahrmillionen das Wasser mit seiner Urgewalt den Weg durch den harten Felsen gebahnt hat. Eigentlich ist die Klamm tief in weißen Marmor eingeschnitten, der durch die Verwitterung meist dunkel und grün schimmert. Es ist eine enge Schlucht, die der Ratschinger Bach aus dem Marmor geschnitten hat. Schon im 19. Jahrhundert hatte man sie begehbar gemacht. Die Gilfenklamm gehört sicherlich zu den beeindruckendsten Naturschauspielen in den Alpen mit grandiosen Tiefblicken in rauschendes Wasser und ist dennoch weitgehend unbekannt. Die Pfade, Brücken und Holzstege sind gut gesichert.Somit ist das Klamm-Abenteuer auch für Familien mit Kindern geeignet – am besten bei schönem Wetter. Dann hat man grandiose Tiefblicke in rauschendes Wasser. Der Aufstieg dauert eine Dreiviertelstunde. Der Abstieg ist wieder durch die Schlucht möglich oder als abwechslungsreiche Variante: Am Klamm-Ende in Jaufensteg geht es über die Burgruine Reiffenegg zurück nach Stange, dem Ausgangspunkt. Der alternative Abstieg dauert etwa eine Stunde. Leider kennen viele Sterzing nur als Maut-Station auf dem Weg nach Italien. Dabei verbirgt sich nur wenige hundert Meter davon eine bezaubernde Altstadt mit mittelalterlichen Gassen, prächtigen Bürgerhäusern mit Erkerfassaden und Zinnendächern. Der majestätische Zwölferturm ist das 45 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt. Bis ins 20. Jahrhundert hat dort noch ein Stadtwächter im Turm gewohnt, der Stunden ausrief und die Bevölkerung vor Feuer, Überschwemmungen und Krieg warnte. Sterzing gilt auch als Fuggerstadt, da es die Fugger hier mit dem Abbau von Erz im benachbarten Ridnauntal zu erheblichem Reichtum gebracht haben. Das Schaubergwerk ist heute noch zu besichtigen und zeigt, wie mühsam und gefährlich die Arbeit dort im Gebirge und unter Tage war. Sehenswert und perfekt, um sich für zu Hause auch mit Mitbringseln einzudecken, ist der Bauernmarkt jeden Freitag von 9 bis 13 Uhr. Hier gibt es unter anderem Wein vom höchstgelegenen Weinbauern Italiens, Bio-Honig und Bio-Fleisch vom Rind aus dem Pfertsch-Tal.

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