Raus an die frische Luft: Eine Gruppe Schneeschuhwanderer stapft durch den Schnee am Roßbrand. Im Hintergrund das Dachsteinmassiv mit Dachstein-Südwand und Bischofsmütze und das Obere Ennstal mit den Niederen Tauern. - © Coen Weesjes
Raus an die frische Luft: Eine Gruppe Schneeschuhwanderer stapft durch den Schnee am Roßbrand. Im Hintergrund das Dachsteinmassiv mit Dachstein-Südwand und Bischofsmütze und das Obere Ennstal mit den Niederen Tauern. | © Coen Weesjes

Gewinnspiel Superlative der anderen Art

In Filzmoos in Österreich geht es nicht um immer neue Rekorde. Stattdessen suchen hier vor allem Familien Gemütlichkeit und sichere, kinderfreundliche Pisten ohne Trubel

Wer es gemütlich mag und mit Kindern unterwegs ist, ist in Filzmoos bestens aufgehoben. Das Bergdorf im Salzburger Land punktet mit übersichtlichen Pisten und gemütlichen Hütten. Massenandrang ist hier ein Fremdwort. Stattdessen warten breite Pisten, kurze Wege und Qualität zum fairen Preis. In den Skihütten gibt es kein lautes „Rambazamba". Die leisen Töne machen hier die Musik, obwohl der Tourismusverband Filzmoos viele Gründe hätte, laut zu posaunen: Die 13 Pistenkilometer, die zum Skiverbund Ski Amadé gehören, sind ausgezeichnet in der Kategorie „Top-Skirevier bis 20 Pistenkilometer". Und laut Tourismuschefin Eva Salchegger gibt es keinen zweiten Ort, der so klein ist und trotzdem gleich zwei Ski-Rennläufer im Weltcup präsentieren kann: Michaela Kirchgasser und Philipp Schörghofer wurden in Filzmoos zu Weltklasse-Skisportlern ausgebildet. Die „Michaela Kirchgasser FIS Strecke" – eine schwarze Abfahrt am Großberg Sessellift – kann auch bestens als Trainingspiste für Skiclubs und Rennläufer genutzt werden und ist ideal für anspruchsvolle Skifahrer und Tiefschneefahrer. Die drei ortsansässigen Skischulen sorgen dafür, dass die kleinen Gäste und Anfänger schnell und sicher lernen. Ilona Schörghuber von der Ski- und Snow-
boardschule Filzmoos betreut mit ihrem Team auch Kinder mit körperlicher oder geistiger Einschränkung. „Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn Kinder, wie der erblindete Maximilian, das Skifahren erlernen und es schaffen, den Bögeilift selbstständig hinter dem Skilehrer abzufahren", erzählt sie. Auch an den jungen Schüler Thomas erinnert sie sich, der trotz einer Unterschenkelamputation mit Hilfe einer Prothese das Skifahren erlernt und so perfektioniert hat, dass er alle Pisten in Filzmoos bestens beherrscht. Aber auch die ältere Dame aus England, die mit 72 Jahren erstmals auf Skiern stand, zählt zu den liebenswerten Geschichten aus Ilonas Skilehrer-Schatzkästchen. Die Lady wollte gut vorbereitet sein, um im nächsten Jahr zusammen mit ihrem Enkel gemeinsam die Pisten runter zu wedeln. Wer kein Anhänger des alpinen Skifahrens ist, findet in Filzmoos viel Abwechslung auf der Loipe, auf idyllischen Winterwanderwegen oder bei einer Pferdekutschenfahrt zu den Hofalmen. Ein wahrer Höhepunkt für Langläufer ist die schneesichere Höhenloipe Rossbrand auf 1.600 Metern. Der Rossbrand ist einer der schönsten Aussichtsberge Österreichs, bei schönem Wetter genießt man ein traumhaftes Alpenpa-
norama. Den können auch Wanderer genießen, denn direkt neben der Loipe verläuft der Winterwanderweg auf dem Hochplateau. Ein besonderes Angebot haben die Filzmooser für Biathlon-Interessierte: Unter der Leitung von Manfred Nagel, der den österreichischen Polizei-Nationalkader im Biathlon trainiert, können Eltern und auch Kinder im Neuberger Hof einen Biathlon-Schnupperkurs buchen. Das Lauftraining wird auf der Loipe Neuberg absolviert, auch der Stand zum stehend und liegend Schießen befindet sich auf dem Gelände vom Neubergerhof. Seit 2009 organisiert der drahtige Biathlet am Ende der Saison – meist in den Osterferien – den Schnupperbiathlon-Wettbewerb, an dem auch Gäste teilnehmen können. Eine Besonderheit: Das Kinderhilfswerk der UNICEF ist für die Einheimischen seit Jahren eine Herzenssache. Heribert Klein aus dem Rheinland, seit mehr als 30 Jahren unermüdlicher Motor für die Organisation, hatte bei einem seiner Urlaube im Bergdorf den bekannten Holzschnitzer Stefan Gappmaier von der Unterhofalm bei seiner Arbeit gesehen. Spontan bat er ihn, 101 Herzen für seine UNICEF-Aktion herzustellen. Paten aus allen gesellschaftlichen Kreisen, darunter auch viele Prominente und Schauspieler, wurden für die bunt bemalten Herzen gefunden. Viele Hotels und verschiedene Betriebe aus Filzmoos übernahmen die Patenschaft, um das Projekt zu unterstützen. Jedes Jahr im Sommer wird ein Konzert mit prominenten Künstlern und Schauspielern zugunsten des Kinderhilfswerks in der Pfarrkirche von Filzmoos veranstaltet. Tipp: Osteraktion mit Gratis-Skipass für Kinder. Ab 17. März 2018 gibt es beim gemeinsamen Kauf ab einem Sechs-Tages-Skipass durch ein Elternteil für alle eigenen Kinder ab Jahrgang 2002 und später den Skipass gratis. Informationen unter www.filzmoos.at

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