Romantischer Wintertag: Auf einer Kutschfahrt erleben die Besucher die Zugspitz Region ganz ohne Hektik. - © picture alliance / Martin Huber
Romantischer Wintertag: Auf einer Kutschfahrt erleben die Besucher die Zugspitz Region ganz ohne Hektik. | © picture alliance / Martin Huber

Gewinnspiel Auf die sanfte Tour

Auf Schneeschuhen durch einsame Weiten stapfen, in der Partnachklamm Kunstwerke aus Eis bestaunen oder gemütlich auf Winterwegen das Panorama mit Bergblick genießen – in der Zugspitz-Region lädt die Landschaft zu unvergesslichen Streifzügen ein

Urlauber, die sich mit Blick auf Deutschlands höchsten Berg die Schneeschuhe unterschnallen, zu den Stöcken greifen und losstapfen, können sich auf ungetrübten Naturgenuss freuen. Zahlreiche Touren verschiedener Schwierigkeitsgrade führen zu den schönsten Fleckchen der Region und auf manchen Routen trifft man unterwegs stundenlang keine Menschenseele. In Gesellschaft erkundet man dagegen die Bergwelt rund ums Zugspitzdorf Grainau, das seinen Gästen im Winter geführte Touren anbietet. Zu den beliebtesten Schneeschuh-Zielen zählt die urige Neuneralm, die auch Einsteiger problemlos erreichen können. Wer sich mit den tellergroßen Untersätzen noch vertraut machen und gleichzeitig in traumhaften Landschaften seine Fußstapfen hinterlassen möchte, sollte in der Alpenwelt Karwendel die Route von Krün aus auf die Elmauer Alm wählen. Über der tief verschneiten Hochebene türmt sich mächtig das Wettersteinmassiv mit seiner 2.682 Meter hohen Dreitorspitze. Nicht weniger reizvoll ist die Tour auf das Hörnle, den Aussichtsberg der Ammergauer Alpen. Mit Einbruch der Dunkelheit schlägt in Bad Kohlgrub die Stunde der Romantiker: Mit der letzten Bahn oder zu Fuß geht’s aufs Hörnle. Oben angekommen knipsen Mutige die Stirnlampen an und rodeln zurück ins Tal, während Genießer durch den Winterwald ins Tal spazieren. Zu einem besonderen Schneeschuh-Rendezvous lädt auch Garmisch-Partenkirchen ein, wo Nacht-Stapfer unterm Vollmond durch die silbrig glänzende Schneedecke geführt werden. Ein weiteres Naturschauspiel in Garmisch-Partenkirchen bieten die besonderen Eiswelten der Partnachklamm. Hier lässt der Winter den wilden Gebirgsfluss zu einer fantastischen Kulisse erstarren, die ihresgleichen sucht. Besucher gelangen auf einem gesicherten Steig in eine Landschaft aus meterhohen Eiszapfen, schimmernden Schleiern aus gefrorenem Wasser und bizarren Naturskulpturen. Von ihrer schönsten Seite zeigt sich die Szenerie, wenn frischer Pulverschnee liegt und der Mondschein in die bis zu 80 Meter tiefe Schlucht fällt. Diese Winter-Vernissage kann man nur auf geführten Fackelwanderungen genießen, denn abends ist die Partnachklamm normalerweise geschlossen. Ebenso romantisch dürfte Besuchern das winterliche Murnauer Moos in Erinnerung bleiben, wo man durch ein Meer von Schneekristallen wandert, das in der Sonne funkelt. Viele kleine Bachläufe und Moore zeugen noch heute vom gigantischen Gletscher, der vor mehr als 10.000 Jahren das Alpenvorland bedeckte. Auf die Spuren der Eiszeit kann man sich übrigens nicht nur zu Fuß, sondern auch auf dem Pferdeschlitten begeben. Insgesamt bietet die Zugspitz-Region ein weit verzweigtes Netz geräumter Winterwanderwege von rund 400 Kilometern Länge, das vom gemütlichen Spaziergang bis hin zur anspruchsvollen Tour so ziemlich alles möglich macht. Und auch wenn es Frau Holle gerade nicht so gut meint, wandert man vor einer traumhaften Kulisse. Aber auch Wintersportler kommen in der Zugspitz-Region auf ihre Kosten. Der Klassiker unter den deutschen Schneesportarealen ist nämlich das Garmisch-Classic-Gebiet. Als einziger deutscher Austragungsort einer alpinen Ski-Weltmeisterschaft, regelmäßige Weltcup-Station und ehedem Gastgeber Olympischer Winterspiele braucht sich dieses Skigebiet auch international nicht zu verstecken. Die rassigen Talabfahrten, allen voran die legendäre Kandahar-Abfahrt mit ihren bis zu 92 Prozent Gefälle, lassen das Skisportlerherz höher schlagen. Mit 2.962 Metern ist die Zugspitze Deutschlands höchster Berg. Die Sesselbahn zum Schneefernerkopf führte einst bis auf 2.830 Meter. Sie wurde 2003 demontiert. Heute reichen die Pisten immerhin noch bis auf 2.720 Meter. Am 22. Dezember geht die neue Seilbahn Zugspitze auf Deutschlands höchsten Gipfel in Betrieb – nach sechs Jahren Planung und Bauarbeiten. Neben drei technischen Weltrekorden bietet sie Wintersportlern wie Ausflugsgästen schon bei der Auffahrt ein sagenhaftes Panorama. Künftig befördern zwei bodentief verglaste Großraumkabinen bis zu 580 Personen pro Stunde. Dabei passieren sie die mit 127 Metern weltweit höchste Stahlbaustütze für Pendelbahnen, überwinden den weltweit größten Gesamthöhenunterschied von 1.945 Metern in einer Sektion sowie das weltweit längste freie Spannfeld mit 3.213 Metern. Die Region ist ein touristischer Zusammenschluss des Landkreises Garmisch-Partenkirchen, dem vier Destinationen angehören: das Zugspitzland, die Alpenwelt Karwendel, das Blaue Land und die Ammergauer Alpen. Weitere Informationen finde Sie unter www.zugspitz-region.de

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