Golfen wie ein König: Der Golfclub Reichmannsdorf liegt inmitten der schönen Steigerwald-Landschaft und auf historischem Schlossgelände. - © HiGHLiGHTs Fotografie
Golfen wie ein König: Der Golfclub Reichmannsdorf liegt inmitten der schönen Steigerwald-Landschaft und auf historischem Schlossgelände. | © HiGHLiGHTs Fotografie

Gewinnspiel Der Traum vom Golfplatz

Im fränkischen Reichmannsdorf lassen sich Golf, Kultur und Genuss trefflich kombinieren. Ein Besuch in der nahegelegenen Weltkulturerbe-Stadt Bamberg an der Regnitz gehört zwingend dazu

Jürgen Juchtmann

Franz von Schrottenberg hatte einen Traum: Ein Golfplatz sollte in den 1980er Jahren entstehen, direkt an seinem Schloss Reichmannsdorf, einem Prunkbau aus dem Barock im fränkischen Schlüsselfeld bei Bamberg. Lange kämpfte der heute 75-jährige Freiherr mit zuständigen Behörden um Genehmigungen. Schließlich erfolgte 1991 der erste Abschlag. Inzwischen gehört der anspruchsvolle Platz (Slope 140!) zum Lindner Hotel Schloss Reichmannsdorf, das sich vor das 300 Jahre alte, rosafarbene Schloss duckt. Direkt vor dem Frühstücksraum des 75-Zimmer-Hauses kann die Golfrunde beginnen. Dort stehen die Buggies, mit denen es zum wenige hundert Meter entfernten 1. Abschlag geht. Auch aus diesem Grund gehört das Haus der Marketing-Gruppe „Hotels auf dem Golfplatz" an. Der erste Abschlag darf bei diesen Häusern nur ein Par 4, also maximal 430 Meter, vom Hotel entfernt sein. Franz von Schrottenberg ist nicht nur leidenschaftlicher Golfer, er sieht auch sonst ab und zu noch nach dem Rechten. Die Geschäftsleitung von Hotel und Golfplatz liegt in den Händen des ebenso rührigen wie sympathischen Ehepaars Mark und Heidi Bohn. Findet Mark Bohn sogar Zeit, gelegentlich mit Gästen auf die Runde zu gehen, kümmert sich Ehefrau Heidi kompetent um Keller und Küche. Im Clubhaus, dem ehemaligen Forsthaus des Schlosses, gibt es hausgemachten Kuchen zum Kaffee und natürlich das berühmte Bamberger Bier. Alles in allem herrscht im Hotel und auf dem Golfplatz eine höchst familiäre Atmosphäre. Der Freiherr hat sich vor kurzem in eine Villa am Rande des Hotels zurückgezogen. Das Schloss wird in Teilen für Tagungsräume genutzt. In der ersten Etage jedoch sieht es aus wie in einem Museum. Hotelgäste können diesen denkmalgeschützten Teil auf Führungen besichtigen. „Ich habe einen Strich gezogen", sagt Franz von Schrottenberg, der das Erbe seiner Väter nie als Belastung empfunden hat. „Das liegt ganz sicher an meiner Erziehung", betont der Senior. Der gezogene Strich ist inzwischen wohl zum nach oben weisenden Pfeil geworden. Denn Golfplatz und Hotel erfreuen sich wachsender Beliebtheit bei in- wie ausländischen Gästen. Ein Grund dafür ist ganz sicher auch die Nähe zur Weltkulturerbe-Stadt Bamberg. Hier treffen wir auf Stadtführerin Sabine Krahé, deren Wurzeln im westfälischen Minden liegen. Sie präsentiert Bamberg als Gesamtkunstwerk, das alle Kriege vergangener Jahrhunderte nahezu unbeschadet überstanden hat. Gefühlt ist in dieser Stadt fast jedes vierte Geschäft ein Antiquitätenladen. Prompt läuft uns Julian Schmitz-Avila über den Weg, bekannt von der TV-Sendung „Bares für Rares" mit Horst Lichter. Sein Lieblingsplatz ist am Stammtisch in der Kneipe gegenüber seinem Geschäft, das er von dort stets im Auge hat. Antikhändler müsste man sein . . . In Bamberg sollte man Aecht Schlenkerla Rauchbier probieren, dazu ein paar Würstel im Brötla. So heißen hier die Brötchen. Nur ein kleiner Vorgeschmack auf die deftige fränkische Küche. Ein Streifzug durch die von Fachwerkgebäuden geprägte Stadt führt zum Alten Rathaus auf der Regnitz-
insel und natürlich hinauf zum Dom mit dem Bamberger Reiter, jenem Sandstein-Standbild aus dem frühen 13. Jahrhundert, das zum Wahrzeichen der Stadt avancierte. Zurück auf dem Golfplatz warten einige Herausforderungen. So die 586 Meter lange Bahn 8, ein Par fünf, und das Loch 18 direkt vor dem Clubhaus, ein 132 Meter langes Par 3, das über 120 Meter des Schlossteichs zu spielen ist. Sehr gute Übungseinrichtungen komplettieren das Bild. Den Tag ausklingen lassen kann man am besten in der Bar Leonard im Gewölbekeller des Schlosses. Dort befindet sich auch das Restaurant, dessen Karte sich an frischen Produkten aus der Region orientiert. Der Chefkoch ist übrigens ein Bruder des Geschäftsführers.

realisiert durch evolver group