Schiff ahoi: Bequem erreicht man per Fähre dänische Inseln, wie zum Beispiel Langeland. - © Dirk Kröger
Schiff ahoi: Bequem erreicht man per Fähre dänische Inseln, wie zum Beispiel Langeland. | © Dirk Kröger

Dänemark Inselhopping auf Dänisch

Mit der Fähre lassen sich Dänemarks Ostsee-Inseln erkunden, deren Reize vielfältig sind. Da lässt sich Natur pur entdecken, da gibt es sehenswerte Landhäuser und Schlösser und eine beachtliche Gastronomie

Dirk Kröger

Von Deutschland aus kommend geht es nach Als, rund eine Stunde Autofahrt von Flensburg entfernt. Nach einem Stopp im malerischen Sønderborg und der Besichtigung des gleichnamigen Schlosses, in dem die königliche Familie regelmäßig ihre Sommerferien verbringt, kommt die erste Fähre zum Einsatz: Es geht weiter nach Fünen. Wer Glück hat, der kann während der etwa 50-minütigen Überfahrt Schweinswale und Tümmler im Meer beobachten. Fünen hat so viel zu bieten, dass hier ein längerer Aufenthalt eingeplant werden darf. Die Insel zwischen Jütland und Seeland wird in Gedenken an Hans Christian Andersen auch gern als Märcheninsel bezeichnet. Inmitten von Schlössern, Gärten und reetgedeckten Fachwerkhäusern wandelt der Reisende hier auf seinen Spuren. Einen ganzen Tag nimmt das märchenhafte Schloss Egeskov, eines der schönsten Renaissancegebäude Europas, in Anspruch. Nicht nur der weitläufige Garten und die Schlossführung sorgen für gute Laune, sondern auch ein Irrgarten, Kinderspielplätze, Imbissmöglichkeiten und die unterschiedlichsten Museen, wobei das mit Oldtimern und alten Motorrädern zumeist für die größte Begeisterung sorgt. Insgesamt gibt es auf Fünen übrigens 123 Schlösser und Herrenhäuser – sie alle wird wohl niemand während einer Reise besichtigen können und wollen. Aber Fünen hat noch mehr zu bieten, so die wunderschöne Schärenlandschaft mit über 90 kleinen Inseln im Süden. Oder die Gourmetküche mit lokalen Produkten wie „Rygeost", einem geräucherten Käse. Wein-, Schokoladen- und Bier-Produzenten können zudem Besuche abgestattet werden. Oder es geht nach Odense, wo Hans Christian Anders 1805 geboren wurde – natürlich gibt es in der Stadt eine Reihe von Attraktionen für Groß und Klein, die im Zusammenhang mit dem berühmtesten Sohn der Stadt stehen. Ohne Fähre geht es weiter auf die nächste Insel, denn Fünen und Langeland sind mit einer Hochbrücke verbunden. Wer auf Langeland zu Gast ist, der ist nie weit vom Meer entfernt, denn die Insel ist zwar 52 Kilometer lang, aber nur elf Kilometer breit. 140 Kilometer Sandstrand gibt es hier. Und wer aktiv sein möchte, hat auch hier eine nicht enden wollende Reihe von Möglichkeiten. Im Süden der Insel können Wildpferde und schottische Hochlandrinder bestaunt werden. Lange-
land ist zudem Angelland. In den Gewässern der grünen Insel gibt es 21 Fischarten. Der Norden besticht durch Buchenwälder, der Süden durch seine hügelige Landschaft mit Naturschutzgebieten. Der Hafen von Bagenkop ist einen Besuch wert und bietet sogar eine kleine Kunsthalle. Wer Glück hat, kann zuschauen, wie Fischer die Ausbeute eines Tages an Land bringen. Schon mal einen Frosch geküsst? Nein? Dann nichts wie hin zum ökologischen Herrenhaus Skovsgaard. Die Erwachsenen können das Innere des Hauses und dazu passende Ausstellungen besichtigen. Wenn sie das hinter sich haben, wird es Probleme geben, den Nachwuchs zum Weiterfahren zu animieren, denn der hat in allerbester spielerischer Weise etwas über Ökologisches Arbeiten erfahren und festgestellt, dass das Erkunden der Natur spannend ist. Und dann geht es weiter. Mit der Fähre. Nur 45 Minuten dauert die Überfahrt nach Lolland, einmal stündlich legt ein Schiff ab. Und wieder trifft der Reisende auf der nächsten Insel auf naturbelassene Sandstrände, die nicht enden wollen. Der Marielyst Strand an der Südküste wurde bereits drei Mal zum schönsten Strand Dänemarks gekürt. Der große Maribosee im gleichnamigen Naturpark eignet sich perfekt für eine Bootstour mit der ganzen Familie. Und falls das Wetter einmal nicht mitspielen sollte, gibt’s auf Lolland ja den größten Wasserpark Skandinaviens, das Lalandia in Rødby. In Sundkøbing taucht der Besucher ins Mittelalter ein und begegnet sogar Rittern, die die Klingen kreuzen. Im Knuthenborg Safaripark dagegen gibt es Begegnungen ganz anderer Art, denn hier laufen Tiger, Giraffen, Nashörner und Zebras frei herum. Und dann? Die schönste Zeit des Jahres ist viel zu schnell vorbei, das Inselhüpfen in Dänemark so abwechslungsreich wie nur möglich. Entweder geht es mit Færgen zurück, was mehrere hundert Auto-Kilometer einspart – oder die Rundreise erhält ihren Namen zu Recht, indem von Lolland die Tour über die Ostsee nach Fehmarn angetreten wird. Dafür aber ist Færgen nicht zuständig. Mit Scandlines indes ist auch diese Überfahrt kein Problem.

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