Märchenhaft: Der Blick auf die kleine Gans in der Sächsischen Schweiz bei Sonnenaufgang. - © Frank Richter
Märchenhaft: Der Blick auf die kleine Gans in der Sächsischen Schweiz bei Sonnenaufgang. | © Frank Richter

Gewinnspiel Eine Landschaft wie gemalt

Das Elbsandsteingebirge – bestehend aus Sächsischer Schweiz und Böhmischer Schweiz – ist eine der spektakulärsten Natur- und Kulturlandschaften Europas. Die Region östlich von Dresden begeistert schon seit mehr als 200 Jahren Künstler und Reisende.

Felsformationen schimmern in der Morgensonne, saftig grüne Wiesen und Wälder liegen eingehüllt in Nebelschwaden, daneben zieht sich die Elbe wie ein blaues Band durch das Tal. An ihren Ufern liegen kleine Dörfer mit malerischen Schlössern und wuchtigen Burgen. Eine von ihnen erlangte besonderen Ruf: August der Starke hatte seine Mätresse Gräfin von Cosel vor 300 Jahren in die wuchtige Burg verbannt, wo sie in der Burgkapelle bestattet wurde. Hier im Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz malt die Natur ihre schönsten Bilder. Vor über 200 Jahren ließen sich viele berühmte Künstler von der dramatischen Felslandschaft inspirieren. Einer der ersten, der die formenreiche Erosionslandschaft auf Leinwand bannte, war Alexander Thiele. Der Hofmaler Kurfürst Augusts III. porträtierte bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts die beiden berühmtesten Tafelberge der Region: den Königstein und den Lilienstein. Anfang des 19. Jahrhunderts schuf Caspar David Friedrich das bis heute bekannteste von der Region inspirierte Bild: „Wanderer über dem Nebelmeer". Auf der Suche nach Motiven und Inspirationen nutzten Künstler und Wanderer oft bewährte Wege zu besonders malerischen Orten. Über die Zeit verschmolzen diese zum Malerweg mit den reizvollsten Routen durch die Region. Als im 19. Jahrhundert mit dem Bau der Eisenbahnstrecke begonnen wurde, geriet dieser in Vergessenheit. Erst 2006 eröffnete der Tourismusverband Sächsische Schweiz den neuen 112 Kilometer langen Malerweg Elbsandsteingebirge. Er orientiert sich weitgehend an der historischen Strecke und gehört zu den beliebtesten Wanderwegen Deutschlands. In acht Tagesetappen führt der Malerweg von Liebethal nach Schmilka an der böhmischen Grenze und auf der anderen Seite der Elbe über fünf Tafelberge zurück nach Pirna. Kaum eine andere Region weist einen vergleichbaren Reichtum an landschaftlichen und historischen Attraktionen auf: Festung Königstein, Burg Hohnstein, Felsenbühne Rathen, Bastei, Kuhstall, Schrammsteine und viele attraktive Ortschaften liegen entweder direkt oder unweit des Weges. Die Felsformation Bastei ist die berühmteste Attraktion entlang des Malerwegs. Auch bei Künstlern war die Bastei beliebt, als inspirierendes Ausflugsziel und Motiv gleichermaßen. Heute gibt es hier auch eine Ausstellung mit historischen, künstlerischen Darstellungen der Region. Im „Schweizerhaus", einer Informationsstelle der Nationalparks, bietet eine Ausstellung Einblicke in künstlerische Auseinandersetzungen mit der Felsenwelt. Unweit vom Malerweg direkt an der Elbe liegt Bad Schandau. Einst war der heutige Kneipp-Ort ein wichtiger Ort auf dem Handelsweg zwischen Meißen und Böhmen. Bereits 1810 schwärmte der sächsische Dichter Theodor Körner von Bad Schandau, das direkt an der Elbe liegt, als einem „Kraft- und Prachtplatz" der Natur. Als ältester Kurort des Elbsandsteingebirges und staatlich anerkannter Erholungsort hält Bad Schandau heute attraktive Angebote für Besucher bereit. Mit klassischen Kureinrichtungen, ergänzt durch moderne Beauty- und Wellnessangebote, finden die Besucher hier alles für Körper und Seele. Auf den Spuren Erich Wustmanns wandeln Besucher im Museum Bad Schandau: Der Ehrenbürger der Stadt widmete sich der Erforschung indigener Gruppen und wurde durch seine TV-Serie „Unter Indianern, Lappen und Beduinen" bekannt. Von seinen Reisen brachte er unzählige Objekte mit, die heute spannende Dokumente meist verloren gegangener Lebensweisen in Skandinavien und Südamerika sind. Für aktive Urlauber ist Bad Schandau der ideale Einstieg ins Outdoor-Abenteuer Sächsische Schweiz. Neben den Wanderwegen durch Canyons und Schluchten kommen auch Radfahrer nicht zu kurz: sie können auf dem Elberadweg ohne große Höhenunterschiede in die Pedale treten. Wer lieber auf dem Wasserweg die Schönheit der Region entdecken will, dem ist eine organisierte Bootstour nach Dresden zu empfehlen. Vorbei an Felsenformationen, malerischen Ortschaften wie dem historischen Pirna oder der eindrucksvollen Pillnitzer Schlossanlage, gelangt man in die sächsische Landeshauptstadt mit ihren kulturellen Schätzen und historischen Bauwerken.

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