Einfach mal Pause machen: Mit derzeit 60 Wandertouren steht Freizeitsportlern und Aktivurlaubern rund um Nesselwang ein großes und abwechslungsreiches Angebot zur Auswahl – schöne Aussichten garantiert. - © Nesselwang Marketing GmbH
Einfach mal Pause machen: Mit derzeit 60 Wandertouren steht Freizeitsportlern und Aktivurlaubern rund um Nesselwang ein großes und abwechslungsreiches Angebot zur Auswahl – schöne Aussichten garantiert. | © Nesselwang Marketing GmbH

Gewinnspiel Unterwegs zu Kräutern und Kröten

Wandern ist gut für Körper und Geist. In Nesselwang führen Symbol- und Themenwege zu wunderbaren Kraftorten – und vor allem zu sich selbst

Wandern macht glücklich. Allein der Anblick der Landschaft lässt das Gehirn auf Entspannungsmodus schalten, gleichzeitig produziert langandauerndes Gehen Glückshormone, sagen Wissenschaftler. Wer dabei auch noch Berge erobert, verändert seine Perspektive und steht plötzlich über den Dingen. In Nesselwang im Allgäu helfen Symbolwege, Kraftorte und Meditations-Stationen inmitten des beeindruckenden Panoramas der Allgäuer und Tiroler Bergwelt dabei, eine neue Sicht auf die Dinge, die Welt und sich selbst zu gewinnen. Orte mit Seele, Pilgerwege, Plätze zum Auftanken – wer im Allgäu unterwegs ist, spürt die Kraft der Natur zwischen den Wiesen, Seen und Bergen. Die Nesselwanger Symbolwege führen ganz bewusst zu diesen besonderen Kraftorten und laden dazu ein, sich tiefer auf die Landschaft und sich selbst einzulassen. Jede Tour wird in einem Wanderbegleiter mit erklärenden Bildern, einem Text, in dem sich der Weg gewissermaßen selbst beschreibt, und einem Symbol vorgestellt. Die 7,6 Kilometer lange Rundtour „Himmel & Hölle" führt so zum Beispiel von Nesselwang über einen alten Pilgerweg hinauf zur einzigartigen Wallfahrtskirche Maria Trost. Hier flößt nicht nur ein bei einem Brand wundersam verschontes Gnadenbild der Muttergottes Ehrfurcht ein: Die beeindruckende Linde auf der Lichtung ist über 350 Jahre alt. Weiter geht es durch den Wurzelwald und über Bergwiesen zur Kappeler Alp, vorbei am mystischen Drachenstein aus der Keltenzeit und hinab in die Höllenschlucht. Der 8,8 Kilometer lange Symbolweg „Prachtquelle", der bei der Talstation der Alpspitzbahn beginnt, ist dagegen der Kraft des Wassers gewidmet. Beim Nesselwanger Wasserfall, der eingesäumt von Bäumen und Enzianen 90 Meter tief hinabstürzt und auch eine von 20 Stationen des Brauereiwanderwegs ist, beginnt ein abenteuerlicher Aufstieg: Der Weg führt an vielen kleinen Wasserfällen vorbei, hinauf auf den Bergrücken und weiter bis zur 1.600 Meter hohen Alpspitze – mit einem Ausblick über 300 Gipfel. Auf weiteren Symbolwegen – wie zum Beispiel „Füllhorn", „Gipfelglück" oder „Pilgerkröten" – geht es mal um die Schönheiten der Pflanzen- und Tierwelt, mal geht es um Nesselwangs Hausberge Alpspitze und Edelsberg oder es steht eine mystische Welt aus Sumpfwiesen und schattigem Wald im Mittelpunkt, dann wieder erzählt ein Weg von Römern und Mittelalter. Allesamt machen sie reich – an Erfahrungen. Das Zusammenspiel von Mensch und Natur hat im Allgäu schon immer einen Platz. Auch die Jahreskreiswanderungen stellen dieses Thema in Nesselwang in den Mittelpunkt. Rund um alte Jahreskreisfeste, Mythen und die Kraft der Pflanzenwelt ist es der bewusste Zugang zur Natur, den die Allgäuer Sagenerzählerin, Moorführerin und Kräuterfrau Ulrike Aicher bei den Wanderungen vermitteln möchte. An traditionellen Wendepunkten im Jahreskreis führt sie zu besonderen Orten rund um Nesselwang, wobei die Pflanzenwelt stets eine wichtige Rolle spielt. Der Schwerpunkt ihrer Wanderungen über Mythen und Sagen liegt dagegen vor allem darauf, eine längst vergangene Lebensart erlebbar zu machen. Beim Kräutergang zum Beispiel berichtet die Sagenerzählerin über den mythologischen Hintergrund verschiedener Pflanzen oder sie entführt die Besucher rund um das Allgäuer Moor in die Welt der Irrlichter. Einen Erfahrungsraum mitten in der Natur, jenseits der Hektik des Alltags bietet auch der Besinnungsweg GE(h)ZEITEN. Auf dem Themenweg, dessen Name die Verbindung zwischen dem Gehen und dem Wert der Zeit symbolisiert, laden sechs Meditations-Stationen zur inneren Einkehr ein. Die Station „Zeit für mich" zum Beispiel erinnert mit einem Naturlabyrinth daran, dass oft viele Kehren im Leben gegangen werden müssen, aber letztendlich nur ein Weg zu sich selbst führt. An jeder der „Haltestellen", die aussagestark gestaltet und in die herrliche Voralpenlandschaft mit Seen, Wäldern und Wiesen eingebettet sind, regt ein ausgesuchter Text zum Nachdenken an. Obwohl die reine Gehzeit der fast ebenen Wegstrecke nur eine Stunde beträgt, sollten sich Wanderer für den „kleinen Jakobsweg" deshalb lieber zwei Stunden Zeit nehmen. Erholung, Stille und manchmal steht die Welt sogar auf dem Kopf – beim Blick durch die Glaskugel an der GE(h)ZEITEN-Station „Zeit für die Schöpfung" wird das Vertraute plötzlich fremd. Wandern in Nesselwang macht eben nicht nur glücklich, es eröffnet auch neue Perspektiven.

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