Alles andere als inaktiv: Die eigentlich aufgelöste Band Fury in the Slaughterhouse , hier Kai Wingenfelder, rockte in Halle kräftig ab. - © Ekkehard Hufendiek, HK
Alles andere als inaktiv: Die eigentlich aufgelöste Band Fury in the Slaughterhouse , hier Kai Wingenfelder, rockte in Halle kräftig ab. | © Ekkehard Hufendiek, HK

Musik Fury in the Slaughterhouse auf Geburtstagstour in Halle

Fast 5.000 Fans im Gerry Weber Stadion

Melanie Gieselmann

Halle. Rockstar sein ist wie Fahrrad fahren – das verlernt man nicht. Das bewiesen Fury in the Slaughterhouse eindrucksvoll im Gerry Weber Stadion. 2008 schon hatten sie ihren Rückzug aus dem Rockgeschäft besiegelt und sich selbst als „inaktiv“ bezeichnet. Doch was die Hannoveraner Musiker um die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder auf ihrer „30 Jahre-30 Songs Tour“ auf der Bühne boten, hatte so gar nichts mit Inaktivität zu tun. Bei perfekten äußeren Bedingungen tauschten 4.900 „Fury“-Anhänger doch nur zu gerne das Plattenhören gegen die sommerliche Openair-Atmosphäre. Vier Nummern reichen, um die Zuschauer auf den Rängen von ihren Sitzen zu reißen. Den „Fury“- Hit „Radio Orchid“ singen die Fans als hätten sie nur auf das „Klassentreffen“ gewartet, das alle fünf Jahre stattfindet, wie Frontmann Kai Wingenfelder die regelmäßig stattfinden Auftritte bezeichnet. Mehr als vier Millionen Alben hatte die Band verkauft, während sie auf ihrer Erfolgswelle ritt. Die Hits von damals und auch die neuen Songs ließen die Fans in Halle auf einer zweieinhalbstündigen Welle der Begeisterung reiten und ihre Idole bejubeln.

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