Besonders überzeugend ist Philipp Poisel bei den eingängigen ruhigen Songs. - © Barbara Franke
Besonders überzeugend ist Philipp Poisel bei den eingängigen ruhigen Songs. | © Barbara Franke

Bielefeld Gar nicht schüchtern: Philipp Poisel in der Seidenstickerhalle

Melanie Gieselmann

Bielefeld. Diskokugel und Konfetti, Rollschuhe und Tetris-Männchen: Singer und Songwriter Philipp Poisel ließ am Sonntagabend vor mehr als 6.100 Zuschauern in der fast ausverkauften Seidenstickerhalle die Puppen tanzen und bewies, dass er mehr ist, als der schüchterne Junge mit der Gitarre und den traurigen Liedern. Sechs oder sogar sieben Jahre, ohne neues Album, sind für einen Musiker eigentlich eine Ewigkeit. Doch nicht für den mittlerweile 33-jährigen Poisel, der in der Zwischenzeit immer wieder mit unterschiedlichen Projekten auf Tour war und auf Festivalbühnen gespielt hat. Große Show und leise Töne Mitte Februar kam die langersehnte neue Platte „Mein Amerika", mit der es den gefühlvollen Sänger in die großen Hallen des Landes zieht. Aber natürlich hat er auch seine großen Herzschmerz-Balladen dabei – für die die meisten Zuschauer gekommen sind. Ganz allein mit seiner Akustikgitarre trifft Philipp Poisel immer noch mit „Froh dabei zu sein" und „Wo fängt dein Himmel an" mitten ins Herz. Und der ein oder andere im Publikum kann sich ein Tränchen kaum verdrücken. Trotz großer Show und einigen tanzbaren Nummer: Philipp Poisel ist immer noch dann am besten, wenn er die leisen Töne anschlägt.

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